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Limonade, Eistee, Cola
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Zuckerkonto im Plus

Die süße Erfrischung durch Cola, Limonade oder Eistee zahlt ordentlich auf das Zuckerkonto ein, wie ein Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW deutlich macht. 
AutorKontaktdpa
Datum 03.08.2026  13:00 Uhr

»Viele Erfrischungsgetränke liefern bereits mit einer einzigen Dose oder Flasche einen großen Teil der Zuckermenge, die täglich möglichst nicht überschritten werden sollte«, so Katrin Böttner, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale NRW.

Dazu kommt: Die Getränke machen kaum satt und liefern keine wichtigen Nährstoffe. Sie sind das, was Ernährungsexperten »leere Kalorien« nennen. Und: Wir schlürfen sie oft nebenbei, ohne uns der großen Zuckerportion bewusst zu sein.

12 Zuckerwürfel in einer Flasche Cola

Doch wie viel Zucker steckt nun in den Getränken? Die Verbraucherzentrale NRW hat sich für einen Marktcheck den Zuckergehalt von 23 nicht wiederverschließbaren Limonaden, Colas und Eistees angeschaut. Der geringste Gehalt pro 100 Milliliter liegt bei 4,3 Gramm, der höchste bei 11 Gramm.

Dieser Zucker-Spitzenreiter ist eine Cola. Sie wird in 330-Milliliter-Flaschen verkauft, womit über 36 Gramm Zucker pro Portion zusammenkommen. Oder, wie die Verbraucherschützer »übersetzen«: stolze 12,1 Zuckerwürfel. So ist bereits mit einem Getränk ein Großteil der Zuckermenge erreicht, zu der Weltgesundheitsorganisation WHO und Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) täglich höchstens raten.

Wie viel Zucker am Tag? Das sind die Empfehlungen

Die Empfehlung der Institutionen lautet: Am Tag sollten wir weniger als zehn Prozent des Energiebedarfs durch freien Zucker decken. Idealerweise sind es sogar nur fünf Prozent. Konkret bedeutet das:

  • Ein Erwachsener mit einem durchschnittlichen Energiebedarf von 2000 Kilokalorien sollte maximal 50 Gramm freien Zucker am Tag konsumieren, besser nur 25 Gramm.
  • Kinder zwischen vier und sechs Jahren sollten höchstens 35 Gramm freien Zucker pro Tag zu sich nehmen, besser nur 17,5 Gramm.

Als sogenannter freier Zucker gilt dabei Zucker, der Produkten zugesetzt wird, ebenso wie Zucker, der in Fruchtsäften, Honig und Sirupen vorkommt. Zucker, den wir über unverarbeitetes Obst aufnehmen, zählt nicht dazu.

Warum diese Empfehlungen? Ein übermäßiger Zuckerkonsum kann das Risiko für Erkrankungen wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, heißt es von der Uniklinik der RWTH Aachen. Auch die Darmflora kann durch einen hohen Zuckerverzehr aus dem Gleichgewicht geraten, was sich wiederum auf das psychische Wohlbefinden auswirken kann.

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