| Barbara Döring |
| 06.11.2026 12:00 Uhr |
Die Armhaltung bei der Blutdruckmessung spielt für korrekte Messwerte eine entscheidende Rolle. / © Adobe Stock/Dan Race
Das Autorenteam aus Baltimore stellte für seine Untersuchung verschiedene Haltungsfehler nach, die Laien häufig bei der Blutdruckmessung unterlaufen, und erfasste die Auswirkungen auf die Messergebnisse. Dafür rekrutierte es 133 Freiwillige im Alter von 18 bis 89 Jahren. Bei allen Teilnehmenden nahmen die Forschenden Blutdruckmessungen mit jeweils unterschiedlicher Armhaltung vor, die sie mehrfach wiederholten: einmal lag der Messarm vor dem Probanden auf dem Tisch, einmal lag er im Schoß, bei der dritten Variante hing der Arm seitlich hinab. Die Haltung der Personen war ansonsten identisch. Die Messungen wurden mit einer Oberarmmanschette am rechten Arm durchgeführt.
Beide falschen Armhaltungen führten zu signifikant erhöhten Messergebnissen. Lag der Arm im Schoß, war der systolische Blutdruck um 3,9 mmHg und der diastolische Blutdruck um 4,0 mmHg höher als bei der Armlagerung auf dem Tisch. Hing der Arm herab, war der Unterschied mit plus 6,5 mmHg und plus 4,4 mmHg noch größer. Um zu vermeiden, dass der Blutdruck einer Person als zu hoch erachtet wird, sollte bei der Messung genau auf die Armposition, aber auch auf die Ruhezeit vor der Messung und den richtigen Sitz der Manschetten geachtet werden, raten die Autoren.