Alles im Blick? Die Antibiotika-Abgabe ist sehr beratungsintensiv. / © Getty Images/ EyeEm
Während der Ausbildung lernen PTA enorm viel. Nach der erfolgreich absolvierten Prüfung zur PTA besteht die Kunst in der Apotheke darin, aus all dem Gelernten die Informationen herauszufiltern, die für die Kundin oder den Kunden wichtig sind.
Wie war das zum Beispiel noch gleich mit den Antibiotika? Antibiotika-Rezepte sind meistens Erstverordnungen. Deshalb gibt es hier immer viele Fragen zur Einnahme. Und auch, wenn das nicht der Fall ist, sollten PTA den Kunden ein paar wichtige Informationen mitgeben.
Trockensäfte für Kinder müssen zuerst hergestellt werden. Das sollte den Eltern eingehend erklärt werden, da bei der Zubereitung häufig Fehler gemacht werden. Am besten den Saft vor der Abgabe als Service in der Apotheke herstellen.
So geht’s: Pulver aufschütteln, mit kaltem Leitungswasser unterhalb der Markierung an der Arzneiflasche auffüllen, gut schütteln, bis das gesamte Pulver gelöst ist. Nachdem sich der Schaum aufgelöst hat, mit kaltem Wasser bis zur Markierung auffüllen und nochmals gut schütteln. Im Kühlschrank aufbewahren und vor jedem Gebrauch schütteln. Wichtig: Erläutern Sie den Eltern auch genau, wie beigelegte Dosierhilfen anzuwenden sind.
Achtung: Clarithromycin- und Azithromycin-Säfte dürfen nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie schmecken sonst bitter. Die Wirkstoffe kristallisieren bei Kälte aus, dabei wird die Mikroverkapselung zerstört, die den Geschmack kaschiert. Da sich auch die Viskosität des Saftes verändert, ist die genaue Dosierung gefährdet.