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Hörverlust
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Covid-19 kann auch auf die Ohren gehen

Nicht nur der Geruchs- und Geschmackssinn kann durch eine Coronainfektion beeinträchtigt sein. Auch das Hörvermögen kann darunter leiden, dokumentierte nun eine Arbeitsgruppe aus Südkorea.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 21.08.2024  12:00 Uhr

Ein Wissenschaftsteam aus Südkorea berichten im Fachmagazin »eClinical Medicine« über einen 3,5-fachen Anstieg von Hörverlusten im Zusammenhang mit Coronaviren bei jungen Erwachsenen.

Die Forschenden vom Seoul National University College of Medicine werteten die Daten von 6.716.879 Personen im Alter von 20 bis 39 Jahren aus der landesweiten Datenbank einer Krankenversicherung über den Zeitraum von Januar 2020 bis Dezember 2022 aus. Dabei identifizierten sie 38.269 Fälle von Hörverlust und 5908 Fälle eines plötzlichen sensorineuralen Hörverlusts, bei dem das Innenohr geschädigt ist. Die Inzidenzraten beider Beeinträchtigungen waren in der Covid-19-Gruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe. 

Trotz einiger Einschränkungen der Studie, darunter neben dem retrospektiven Design auch Unsicherheiten bei der Zuverlässigkeit der Diagnosen ohne objektive audiometrische Daten, weisen diese Studienergebnisse auf ein bisher noch kaum beschriebenes Risiko von auditiven Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 hin. 

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