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Bei Symptomen sofort handeln
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Covid-19 kann Schlaganfall begünstigen

Auch wenn die Daten spärlich und weitere wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich sind: Zwischenzeitlich gilt es als gesichert, dass das neue Corona-Virus nicht nur zu Atemwegserkrankungen und Lungenentzündungen, sondern – bei schweren Verläufen – auch zu Schlaganfällen führen kann. Darauf hat die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), anlässlich des bundesweiten »Tags gegen den Schlaganfall« am 10. Mai hingewiesen.
AutorKontaktChristiane Berg
Datum 08.05.2020  12:00 Uhr

Per App gegen den Hirninfarkt

Anlässlich des Aktionstages am 10. Mai mit dem diesjährigen Motto »Die digitalen Helfer kommen« hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe ihre App »FAST-Test« zur Bewertung der Symptome herausgebracht. FAST steht für Face (Gesicht), Arms (Arme) und Speech (Sprache), die bei Schlaganfällen betroffen sein können, sowie schließlich Time – für die Zeit, die im Notfall drängt.

Denn: »Time is brain«. Durch die Beantwortung von drei Fragen können Laien einen Schlaganfall-Verdacht prüfen und direkt den Notruf 112 auslösen. Die App ist dreisprachig deutsch, englisch und türkisch und mit einer Audiofunktion ausgestattet. Sie ist kostenlos erhältlich über den Suchbegriff »Schlaganfallhilfe« im Apple Store und im Google Play Store.

Eine aktuelle Online-Umfrage der Schlaganfall-Hilfe habe gezeigt, dass viele Schlaganfall-Patienten Gesundheits-Apps gegenüber aufgeschlossen sind. Rund 86 Prozent fänden eine »App auf Rezept« von ihrem Hausarzt gut oder würden sie zumindest ausprobieren. Die Hälfte der Betroffenen nutze ihr Smartphone bereits für Gesundheits-Apps. Bewegungsprogramme (63 Prozent) lägen dabei ganz vorn, gefolgt von Blutdruck- (55 Prozent), Ernährungs- und Entspannungs-Apps (je 47 Prozent). Bereits 43 Prozent arbeiten mit Apps zur Unterstützung ihrer Therapie, zum Beispiel für Sprachübungen.

Apps ersetzen keinen Arztbesuch und bei Verdacht auf einen Schlaganfall sollte man immer sofort den Notarzt rufen. »Doch gerade chronisch kranke Patienten können in ihrem Krankheitsmanagement von ihnen profitieren«, sagte Brinkmeier.

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