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Einsamkeit
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Das Schweigen der Männer

Einsamkeit ist ein großes Thema dieser Zeit. Sowohl junge als auch alte Menschen leiden unter diesem Gefühl. Dabei scheint es Männern schwerer zu fallen, ihr Leben so zu gestalten, dass Einsamkeitsgefühle abnehmen.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 12.05.2025  14:00 Uhr

Eher krank

Dass Einsamkeit – ein rein subjektives Gefühl – objektivierbar krank machen kann, zeigen Untersuchungen zu sozial isolierten Menschen. Während sich das Gefühl der Einsamkeit nicht messen lässt, ist das bei sozialer Isolation möglich. Da einsame und sozial isolierte Menschen eine große Schnittmenge haben, lassen sich Aussagen über die gesundheitlich negativen Auswirkungen von Einsamkeit/sozialer Isolation treffen. Einsamkeitsgefühle wirken als Stressoren.

Und wie andere Stressoren auch fördert sie Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Verspannungen im ganzen Körper sowie Erkrankungen von Herz und Kreislauf. Mit der Dauer der Einsamkeit können sich die körperlichen Beschwerden verstärken, kommen häufiger auch Angst- und Panikattacken oder Depressionen hinzu. Chronische Einsamkeit scheint auch dem Geist nicht zuträglich, das Demenzrisiko ist laut Studien erhöht.

Hilfe wählen

Noch immer fällt es Menschen schwer, Einsamkeitsgefühle anderen Menschen gegenüber zu formulieren, sind doch besonders diejenigen sozial anerkannt, die, umbraust von Freunden und Familie, eingebunden sind in ein geflecht sozialer Bindungen. Doch Einsamkeit ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein gesellschaftliches, das die Politik aufgegriffen hat: Im Juni 2022 gab Familienministerin Lisa Paus (Grüne) den Startschuss für eine »Strategie gegen Einsamkeit«. Das Ziel sei, das Thema in Deutschland stärker zu beleuchten und Einsamkeit stärker zu begegnen, so  Axel Weber vom »Kompetenznetz Einsamkeit« (KNE), das das Ministerium wissenschaftlich unterstützt und begleitet. Eineinhalb Jahre später beschloss das Bundeskabinett 111 Maßnahmen im Sinne einer ressortübergreifenden Strategie.

Das KNE nennt auf seiner Website vielfältige niedrigschwellige Angebote für Menschen, die sich einsam fühlen oder von sonstigen Nöten geplagt werden, ganz gleich, welchen Alters und Geschlechts. Neben der »Telefonseelsorge« und der »Nummer gegen Kummer« werden auch weniger bekannte Angebote vorgestellt, wie krisenchat.de , eine kostenfreie Beratung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren via Chat über WhatsApp und SMS, ohne Anmeldung und Registrierung. Für Menschen über 60 Jahren nennt KNE zum Beispiel www.silbernetz.de. Am Silbertelefon finden Menschen ab 60 Jahren täglich von 8 Uhr bis 22 Uhr unter 0800 4 70 80 90 ein offenes Ohr, und zwar anonym, vertraulich und kostenfrei.

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