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Männer und Frauen
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Der feine Unterschied beim Abnehmen

Beim Essen und Trinken ticken Frauen und Männer anders. Woran liegt das? Und welche Konsequenzen hat das beim Kampf gegen zu viele Kilos? PTA-Forum erklärt die wichtigsten Unterschiede und gibt Abnehm-Tipps für beide Geschlechter.
AutorKontaktKirsten Metternich von Wolff
Datum 22.01.2024  08:30 Uhr

Sechs Unterschiede

Prinzipiell profitieren sowohl Frauen als auch Männer davon, möglichst frische Lebensmittel zu essen und diese fettbewusst und ballaststoffreich auszuwählen. Doch bevor das Projekt Abnehmen in die Tat umgesetzt wird, lohnt es sich, sich ein paar genderspezifische Aspekte bewusst zu machen.

  1. Energiebedarf: Frauen können im Schnitt täglich 500 kcal weniger essen als Männer. Ist eine Frau 50 und älter, also geht es für sie in Richtung Wechseljahre, sollten es im Schnitt noch einmal 400 kcal täglich weniger sein. Praktisch heißt das: Statt 2300 sollten es besser nur rund 1900 kcal sein.
  2. Muskelmasse: Genetisch bedingt verfügen Männer über eine höhere Muskelmasse als Frauen. Und Muskeln verbrennen mehr Energie als Fettgewebe – auch im Ruhezustand. Mit zunehmendem Alter geht bei beiden Geschlechtern Muskelmasse verloren. Damit Muskeln, Kraft und ein gesundes Gewicht gehalten werden, sind regelmäßige Bewegung im Alltag und dazu Sport, der Spaß macht, wichtig.
  3. Hormone: Besonders in den zwei Wochen vor der Monatsblutung können, hormonell bedingt, das Hungergefühl und die Lust auf Süßes steigen. Ebenso können hormonelle Dysbalancen im Zuge der Wechseljahre Einfluss auf Hunger und Sättigung nehmen. Männer unterliegen solchen Schwankungen nicht.
  4. Fettverteilung: Gerade das Fett in der Bauchgegend (viszerales Fett) ist besonders stoffwechselaktiv. Praktisch fördert es die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hiervon sind tendenziell mehr Männer betroffen. Verglichen wird dies auch mit den Fettverteilungsmustern Apfel und Birne: Die Fettverteilung bei Frauen konzentriert sich eher auf den Bereich Po, Oberschenkel und Hüften (Birnenform). Im Zuge der Wechseljahre verändert sich bei Frauen oft die Fettverteilung, das Fett wandert in Richtung Bauchraum, es verschiebt sich also hin zum männlichen – und risikoreicheren – Apfeltyp. Die Fettverteilung kann Einfluss auf Art und Weise des individuellen Gewichtsverlustes nehmen.
  5. Sozialer Druck: »Ein Mann ohne Bauch ist kein Mann.« Eine Frau mit zu vielen Rundungen gilt dagegen eher als unästhetisch, willensschwach und undiszipliniert. Hinzu kommen falsche und verzerrte Vorbilder aus den sozialen Netzwerken. Demnach setzen sich Frauen weitaus mehr als Männer unter Druck, abnehmen und schlank sein zu müssen.
  6. Individuelle Bedürfnisse: Frauen haben bis zum Ende ihrer Monatsblutung einen höheren Eisenbedarf, im Vergleich zu Männern. Lebenslang leicht erhöht ist ihr Bedarf an Zink, Magnesium, Selen, Fluorid, den fettlöslichen Vitaminen A, E, K sowie bei den wasserlöslichen B-Vitaminen, Niacin und C.

Zahlreiche Untersuchungen der vergangenen Jahre legen nahe: Gesundes Abnehmen ist individuell. Insgesamt bedarf es bei Frauen und Männern aber oft verschiedener Stellschrauben, die erfolgreiches Abnehmen leichter machen. Spezielle Diäten sind nicht nötig, denn hier folgt meist ein Jojo-Effekt. Es macht mehr Sinn, das Essverhalten auf Dauer umzustellen. Mit einigen Tipps, die sich entweder vor allem für Frauen oder Männer eignen, fällt es vielen leichter, gesund abzunehmen.

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