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Aktualisierte Leitlinie
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Die »Big Four« bei Herzinsuffizienz

Wenn das Herz an Kraft verliert, gilt es, schnell zu handeln. Eine frühzeitige Therapie kann die Lebensqualität und Prognose der Patienten deutlich verbessern. Doch viele Betroffene nehmen erste Anzeichen nicht ernst oder schieben die Beschwerden auf das Alter. Auch im Hinblick auf eine adäquate Medikation gibt es noch viel Luft nach oben.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 15.03.2024  15:00 Uhr

Verschiedene Kategorien

Im nächsten Schritt lässt sich mithilfe einer Ultraschalluntersuchung (Echokardiografie) die Herzfunktion genauer beurteilen und die Art der Herzinsuffizienz bestimmen. Mediziner unterscheiden dabei drei Kategorien, wobei die Ejektionsfraktion (EF), also die Pumpfunktion der linken Herzkammer, ausschlaggebend ist. Die EF bezeichnet den Prozentsatz des Blutvolumens, der während einer Herzaktion im Verhältnis zum Gesamtvolumen der Herzkammer ausgeworfen wird (siehe Kasten). Eine Röntgenuntersuchung der Brust gibt schließlich Sicherheit, dass die Atemnot keine andere Ursache wie etwa eine Lungenerkrankung hat.

»Steht die Diagnose einer Herzinsuffizienz fest, ist es wichtig, die Patienten schnell und optimal zu behandeln«, sagt Abdin. Idealerweise leitet bereits der Hausarzt die Therapie ein, der Patient sollte nicht erst lange auf einen Termin beim Kardiologen warten. Bei der Behandlung hat es in den letzten Jahren große Fortschritte gegeben, die sich in der aktualisierten Versorgungs-Leitlinie zur chronischen Herzinsuffizienz vom Dezember letzten Jahres niederschlagen. Das Kapitel zur medikamentösen Therapie wurde vollständig überarbeitet. Während bislang eine Stufentherapie auf Basis von RAS-Blockern (Renin-Angiotensin-System-Inhibitoren) und Betablockern üblich war, wird jetzt bei der Herzinsuffizienz (HFrEF) eine Kombination aus vier Wirkstoffen empfohlen, die unabhängig voneinander wirken.

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