In München wird die Kundgebung laut Bayrischem Apothekerverband (BAV) zwischen 12 und ca. 14 Uhr auf dem Odeonsplatz stattfinden. Da Protestmaterial ausgegeben wird (solange der Vorrat reicht), lohne es sich, schon früher dort zu sein, heißt es im Podcast »BAV akut«. »Wir protestieren für die uns zustehende Honorarerhöhung auf 9,50 Euro«, betont Dr. Hans-Peter Hubmann, BAV-Vorsitzender, ebenfalls im Podcast. Es gelte, der Ministerin den Rücken zu stärken, die angekündigt hat, die Erhöhung des Fixums umsetzen zu wollen. »Wir sind für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung da, dies können wir nur leisten, wenn wir eine ausreichende wirtschaftliche Grundlage haben.« Die Bevölkerung müsse sehen, was verloren geht, wenn immer mehr Apotheken vor Ort schließen.
Die jeweiligen Landesapothekerverbände informieren ihre Mitgliedsapotheken über den genauen Ablauf und die Möglichkeiten zur Teilnahme am nächstgelegenen Proteststandort. Grundsätzlich ist geplant, dass die Apotheken am 23. März geschlossen bleiben und die Apothekenteams an Demonstrationen und Kundgebungen teilnehmen. Die Versorgung soll über Notdienstapotheken aufrechterhalten werden.
Sorgen vor rechtlichen Konsequenzen der Schließungen müssen sich die Inhaberinnen und Inhaber aus Sicht von Kammer und Verband Nordrhein nicht machen: »Wir vertrauen fest darauf, dass die Ausübung Ihres grundrechtlich geschützten Demonstrationsrechts nicht durch weitergehende regulatorische Maßnahmen behindert wird.«
Patientinnen und Patienten sollten rechtzeitig über die eingeschränkte Versorgung am 23. März informiert werden. Die Apotheken protestierten im Interesse ihrer Patientinnen und Patienten, so Thomas Rochell, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbands Westfalen-Lippe. »Deshalb möchte ich die Bürgerinnen und Bürger noch einmal bitten: Unterstützen Sie uns. Kommen Sie gern mit nach Düsseldorf – und unterschreiben Sie unsere Online-Petition, mit der wir die Politik zum Einlenken bewegen wollen.«