Einem Baby putzen Eltern am besten die Zähne, wenn es auf dem Wickeltisch liegt. Was auch geht: Das Baby so auf den eigenen Schoß legen, dass die Füßchen von einem wegzeigen, und dann darüber gebeugt von oben putzen.
Auch wenn man bei Zwei- oder Dreijährigen von vorn putzen kann, hilft manchmal das Von-oben-Putzen, weil Kinder oft instinktiv zurückweichen. Vater oder Mutter setzen sich dafür hin, das Kind lehnt sich mit dem Rücken an deren Beine und beugt den Kopf leicht zurück.
Achtung: Beim Putzen immer mit dem Finger die Lippe etwas abhalten, um zu sehen, was man genau macht. »Das will geübt sein«, sagt Johanna Kant. »Anderen Menschen die Zähne zu putzen, ist schwierig.«
Den Sinn vom Zähneputzen verstehen Kinder unter drei Jahren meist noch nicht. Aber sie nehmen bereits vieles wahr, sagt Diplom-Sozialpädagogin Dana Mundt. Etwa, was die Großen tun. »Das Vorbild von Eltern wirkt«, ist sie sich sicher. »Lassen Sie das Kind im Alltag einfach mitlaufen.«
Schon in der Babywippe können die Kleinsten im Bad dabei sein, später erst recht. »Man kann auch ein Ritual daraus machen: ›Komm, jetzt putzen wir uns mal alle die Zähne!‹«, schlägt die Koordinatorin in der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung vor. Wichtig ist laut beiden Expertinnen: alles ohne Zeitdruck, damit Stress keine Chance hat.
Jedes Kind und jede Familie ist anders, man sollte daher den eigenen, passenden Weg finden. Was aber oft wirkt, ist Singen. Ob man ein Zahnputzlied abspielt und mitsingt oder sich selbst einen Reim und eine Melodie ausdenkt: Mit Musik macht Kindern das Putzen mehr Spaß und sie schafft eine entspannte Atmosphäre.
»Sie können sich auch Anregung in der Kita holen«, sagt Dana Mundt. »Oft werden dort Zahnputzlieder gesungen, so können Sie an Bekanntes anknüpfen.« Auch Kreativität ist gefragt: beispielsweise beim Zähneputzen eine Geschichte erzählen oder nach dem Putzen direkt kuscheln. Manche Kinder mögen immer das gleiche Ritual, andere lieben dabei Abwechslung.