PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Ernährung kurz & knackig
-
Eisen – wie kleine Veränderungen mehr Energie bringen

Viele Menschen fühlen sich häufig müde und erschöpft, sind anfälliger für Infekte oder leiden unter Haarausfall – ohne zu ahnen, dass ein Eisenmangel dahinterstecken könnte. Besonders gefährdet sind Frauen und Vegetarier. Frauen verlieren regelmäßig Eisen über die Menstruation, während Vegetarier auf wichtige Eisenquellen aus tierischen Lebensmitteln verzichten. Dabei zählt nicht nur, wie viel Eisen auf dem Teller landet, sondern vor allem, wie gut der Körper es aufnehmen kann.
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 28.06.2026  14:00 Uhr

Eisen ist zentral für den Sauerstofftransport im Körper und damit direkt an Energie, Leistungsfähigkeit und Immunsystem beteiligt. Doch unser Körper kann das Spurenelement nicht selbst herstellen, es muss also regelmäßig über die Ernährung zugeführt werden. Dabei liefern tierische Lebensmittel nicht nur viel Eisen – der Körper kann es auch besonders gut verwerten. Doch auch pflanzliche Lebensmittel enthalten das Spurenelement.

Das bringt es wirklich:

  • mehr Energie, weniger Müdigkeit
  • stärkere Abwehrkräfte
  • gesunde Haut, Haare und Nägel
  • höhere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
  • vorbeugender Schutz vor Eisenmangelanämie

Das sollte man wissen

  • zweiwertiges Eisen (Fe2+) in tierischen Produkten hat die höchste Bioverfügbarkeit
  • Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln ist meist schlechter verfügbar
  • Vitamin C steigert die Eisenaufnahme deutlich
  • Hemmstoffe wie Phytinsäure (Getreide), Oxalsäure (Rhabarber, Spinat, Mangold, Rote Bete) oder Tannine (Kaffee, schwarzer Tee) können die Aufnahme bremsen
  • auch Phosphate in hochverarbeiteten Lebensmitteln erschweren die Eisenaufnahme
  • bei Frauen geht ein Teil des Eisens mit der Monatsblutung verloren

Mini-Wissen

Entscheidend ist nicht nur, wie viel Eisen durch die Ernährung zugeführt wird – sondern wie gut Ihr Körper es aufnehmen kann. Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln etwa wird schlechter aufgenommen – Vitamin C kann die Aufnahme jedoch deutlich verbessern.

Alltags-Boost

Schon kleine Routinen machen einen Unterschied:

  • regelmäßig auf Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte setzen
  • diese mit Vitamin C kombinieren (zum Beispiel Haferflocken + Beeren): erhöht die Eisenaufnahme um das Zwei- bis Dreifache
  • Kaffee oder Tee zeitlich versetzt zu den Mahlzeiten trinken
  • Hülsenfrüchte einweichen lassen
  • fermentiertes Getreide vorziehen (zum Beispiel Hefe- oder Sauerteigbrot statt mineralische Backhilfen) 
TEILEN
Datenschutz
Mehr von Avoxa