| Adexa/Martina Schiffter-Weinle |
| 22.05.2026 12:00 Uhr |
Die Beiratsmitglieder und Berufsgruppenleitungen der Adexa bei ihrer Beiratssitzung im März in Kassel / © Adexa
Eine Gewerkschaft ist nur so stark wie die Menschen, die sich in ihr engagieren. Adexa versteht sich als Gemeinschaft von Apothekenangestellten, die ihre beruflichen Interessen aktiv mitgestalten wollen – ob mit einem Wahlamt, in Arbeitsgruppen oder durch kleinere Projekte. Hauptamtliche sorgen für Organisation und Rechtsberatung, Ehrenamtliche bringen ihre Erfahrungen aus dem Apothekenalltag ein. Diese Mischung ist der Kern einer guten Interessenvertretung.
Der einfachste Einstieg ins Ehrenamt bei Adexa ist der Schritt vom passiven zum aktiven Mitglied, etwa bei der Organisation von Stammtischen, als Schulaktive an PTA- und PKA-Schulen, im Messeteam oder durch Beiträge für die Mitgliederzeitschrift »Spektrum«. Vorerfahrung braucht es keine: Entscheidend sind Interesse, Teamgeist und die Bereitschaft, etwas zu bewegen.
Wer dauerhaft Verantwortung übernehmen möchte, kann sich in den Regionsvorstand wählen lassen. Adexa ist in vier Regionen gegliedert – Nord, West, Mitte & Ost und Süd. Pro Region gibt es mindestens sechs, maximal zwölf Regionsvorstandsmitglieder, die auf den regionalen Vollversammlungen für drei Jahre gewählt werden und die Interessen der Kolleginnen und Kollegen vor Ort vertreten. Nach mindestens einem Jahr im Wahlamt ist der Einstieg in den zwölfköpfigen Beirat möglich – je drei Personen pro Region. Der Beirat bestimmt die Ausrichtung gewerkschaftlicher Aktivitäten, beschließt den Haushalt und die Beitragsordnung, wählt den Finanzausschuss und ist abstimmungsberechtigt in der Delegiertenversammlung.
Kaum ein Thema ist für Apothekenangestellte so unmittelbar spürbar wie der Tarifvertrag. Ob Gehalt, Urlaub oder Zulagen – all das wird in Tarifverhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden ADA, TGL Nordrhein und SAV ausgehandelt. Neben den beiden hauptamtlichen Bundesvorständen gehören zur Tarifkommission bis zu acht gewählte Ehrenamtliche, die für fünf Jahre gewählt sind. Unterstützt wird die Kommission durch Rechtsanwältin Minou Hansen.