Wer sich für eine Laienrettung ins Wasser begibt, sollte unbedingt einen Gegenstand mit Auftrieb dabeihaben, den man der Person in Not anreichen kann, raten Experten. / © Getty Images/BreakingTheWalls
Leise verschwindet der Kopf unter der Wasseroberfläche. Auf einmal ist er weg, vielleicht unbemerkt. »Ertrinken läuft klassischerweise nicht so ab, wie wir uns das immer vorstellen, also dass jemand laut um Hilfe schreit und wild mit den Armen fuchtelt«, sagt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht. »Dafür fehlt Betroffenen oft schon die Kraft.«
Allerdings geraten Menschen im Wasser nicht nur deshalb in Not, weil sie ihre Kräfte überschätzt haben und die Erschöpfung überhandnimmt. Oft sind auch medizinische Notfälle wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle im Spiel, wie Philipp Pijl, Teamleiter Einsatz von der Bundesgeschäftsstelle der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erklärt. »Diese Menschen fassen sich zum Beispiel ans Herz, konzentrieren sich nicht mehr auf die Schwimmbewegung oder werden ohnmächtig – und versinken dann einfach.«
Mindestens 99 Menschen sind im Juni dieses Jahres ertrunken, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilt. Das sind viele: Zuletzt wurden im Hitzesommer 2003 mit 107 verunglückten Menschen mehr Badetote im Monat Juni gezählt.
Was kann man tun, um Badenden in Not zu helfen, und um brenzlige Situationen überhaupt erst einmal zu erkennen?