In der Regel braucht es dazu fünf Schritte:
Nicht immer führt Selbstvergebung dazu, mit einem bestimmten Fehlverhalten oder einem bestimmten Ereignis dauerhaft abschließen zu können. Das hängt auch stark davon ab, was vorgefallen ist. »Schwierig ist das beispielsweise, wenn etwa ein Lkw-Fahrer beim Abbiegen eine Radfahrerin überfahren hat mit der Folge, dass die Frau gestorben ist«, so Merkl-Maßmann. Oft braucht es sehr viel Zeit, um ein solches Ereignis mental in den Griff zu bekommen. »Häufig geht dies nur mit professioneller Hilfe, etwa Psychotherapie«, sagt die Fachärztin.
In einem langen Prozess gehe es dann darum, die eigene Unvollkommenheit zu akzeptieren und sich auf die Zukunft zu konzentrieren, anstatt sich permanent selbst zu verurteilen. »Aber ganz abschließen kann man mit dem Ereignis oft nicht«, so Merkl-Maßmann.