| Isabel Weinert |
| 03.06.2026 14:00 Uhr |
Gerade in stressigen Zeiten kann das späte Essen scheinbar Entspannung verschaffen. Dabei schadet es eher. / © Getty Images/ljubaphoto
Um das herauszufinden, haben Forschende um Harika Dadigiri, Assistenzärztin am Saint Mary’s und Saint Clare’s Hospital in New York Daten von mehr als 11.000 Teilnehmenden der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) analysiert, berichtet das »Deutsches Ärzteblatt«. Sie verglichen dazu Menschen, die nur gering und solche, die längerfristig hoch mit Stress belastet waren. Mediziner sprechen hierbei von der allosterischen Last als dem körperlichen und psychischen Verschleiß durch dauerhaften Stress.
Es zeigte sich, dass Teilnehmende mit hohem Stress, die mehr als ein Viertel ihrer Tageskalorien nach 21 Uhr aßen, ein 1,7-fach erhöhtes Risiko für Verstopfung und Durchfall hatten. Daten, die sich bei mehr als 4000 Menschen des American Gut Project bestätigten: Jene mit Dauerstress und spätem Essen litten zweieinhalb mal häufiger an Darmproblemen. Auch das Mikrobiom zeigte hier eine geringere Vielfalt. Zusammenhänge scheinen plausibel, weitere Untersuchungen sind nötig. Doch jetzt schon können Menschen unter Stress darauf achten, etwas früher am Tag zu essen statt später abends.