| Isabel Weinert |
| 17.09.2026 16:30 Uhr |
Herzgesundheit von Frauen stand im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion. Von links nach rechts: Dr. Sonja Mayer, Anke Rüdinger, Gudrun Kreutner-Reisinger, Melanie Huml und Dr. Vanessa Conin-Ohnsorge. / © Isabel Weinert
»Wir schaffen der interdisziplinären Zusammenarbeit die Bühne, um die Frauengesundheit, die Herzgesundheit zu verbessern«, leitete Moderatorin Gudrun Kreutner-Reisinger die Veranstaltung ein. Sie erinnerte: »Die Mitglieder des Vereins Healthcare Frauen arbeiten allesamt ehrenamtlich«. Anlässlich fünf Jahren »GoRed« entstand die Idee für einen Song, der die Menschen mit der Idee erreicht. Er erscheint am 29. September zum Weltherztag. »Damit lassen sich auf vielen Ebenen Zeichen setzen«, so Kreutner-Reisinger.
Das Jahr 2025 bestätigte die Frauen in ihrer Arbeit: »Letztes Jahr wurden mit ›GoRed‹ 40 Millionen Kontakte erreicht – durch die Pressearbeit, durch die Kampagne«, so die Kommunikationsberaterin. Sie begrüßte im Inspiration-Lab auf der Expopharm Dr. Vanessa Conin-Ohnsorge, geschäftsführende Gesellschafterin, IVD GmbH und Medizinerin; Melanie Huml, Staatsministerin a.D., CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag; Dr. Sonja Mayer, Vizepräsidentin der Bayrischen Landesapothekerkammer (BLAK) und Anke Rüdinger, Deutscher Apothekerverband. »Wir wollen noch mehr Frauen erreichen, auch diejenigen, die nicht gesundheitlich gebildet sind und nicht leicht an Informationen zu ihrer Gesundheit kommen«, betonte Conin-Ohnsorge. Wichtig sei ihr außerdem, dass GoRed auch politisch eine Rolle spielt. »Wir schaffen politische Rahmenbedingungen und sind in einer Vorgabe vom G-BA gelandet, dass Check-ups gendersensibel aufgestellt werden sollen«, berichtete sie.
»Als frühere Staatsministerin für Gesundheit und Pflege in Bayern war mir das Thema Herzgesundheit schon immer ein Anliegen«, so Huml, die dazu bereits einige Kampagnen initiiert hat. Sie berichtete außerdem von einem in Bayern geplanten Pilotprojekt, ähnlich wie U-Untersuchungen für Kinder und Jugendliche auch für Frauen sogenannte W-Untersuchungen zu etablieren. W steht hier für Wechseljahre. In einer W1 würden Frauen dann umfassend darüber aufgeklärt, welche Symptome die Wechseljahre mit sich bringen können und was auch auf einen Herzinfarkt hindeuten kann. Huml sieht in dem Kontext der geschlechtersensiblen Medizin »GoRed« als wichtigen Partner und plädiert für eine noch bessere Vernetzung untereinander. Besonders wichtig sei ihr auch die Transparenz der eigenen Gesundheitsdaten für die jeweilige Patientin/den jeweiligen Patienten. Hier gebe es aber noch einiges zu tun.