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Laktoseintoleranz
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Gewisse Mengen Milchprodukte gehen

Wer kein gutes Bauchgefühl nach dem Konsum von Sahnetorte, Joghurt und Co. hat, neigt schnell dazu, Milchprodukte zu meiden. Der komplette Verzicht muss laut Experten gar nicht sein. Warum genau? Und welche Milchprodukte sind verträglich?
AutorKontaktdpa
Datum 23.10.2026  14:00 Uhr

Milch getrunken oder Sahnejoghurt gelöffelt – und ein, zwei Stunden später ist der Bauch aufgebläht und schmerzt? Passiert das immer wieder, kann eine Laktoseintoleranz dahinterstecken. Von ihr sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) etwa 15 bis 20 Prozent der Menschen hierzulande betroffen.

Dazu zunächst etwas Theorie: Bei einer Laktoseintoleranz kann der Körper nur geringe Mengen Milchzucker (Laktose) aufspalten, erklärt das Portal gesundheitsinformation.de. Im Dünndarm ist schlichtweg zu wenig von dem Verdauungsenzym Laktase vorhanden. Es wandert also unverdauter Milchzucker in den Dickdarm, wo er von Bakterien zersetzt wird. Dabei entstehen unter anderem vermehrt Gase – Stichwort: Blähungen und Blähbauch.

Die gute Nachricht: Gewisse Mengen an Milchzucker können Menschen mit Laktoseintoleranz ohne Beschwerden essen. So verweist gesundheitsinformation.de darauf, dass Betroffene meist bis zu 12 Gramm Laktose auf einmal tolerieren. Das ist so viel, wie in einem Glas Milch (250 Milliliter) steckt.

Übrigens: Um herauszufinden, wie viel Milchzucker ein pures Milchprodukt enthält, hilft ein Blick auf die Nährwertangabe für Zucker.

Gereift und fermentiert? Damit kommt der Darm oft gut klar

Doch Körper sind unterschiedlich, die Verträglichkeit ist mitunter sehr individuell. Geht es darum, was bei der Ernährung genau zu beachten ist, sucht man am besten das Gespräch mit Arzt oder Ärztin beziehungsweise einer Fachperson für Ernährungsberatung.

Meist ist die Strategie der Wahl, auf Milchprodukte mit geringem Laktosegehalt zu setzen. Faustregel: Fermentierte und vergorene Milchprodukte enthalten weniger Milchzucker als etwa frische Milch, erklärt gesundheitsinformation.de. Im Zuge des Herstellungsprozesses wird er nämlich abgebaut.

Einige Beispiele:

  • Gereifte Käsesorten wie Gouda, Edamer und Parmesan sind meist gut verträglich.
  • Auch Sauermilchprodukte wie Kefir, Quark und stichfester Joghurt gehen laut der DGE oft gut.
  • Butter hat einen geringen Milchzuckergehalt, zudem isst man davon in der Regel eher geringe Mengen. Für Menschen mit Laktoseintoleranz meist kein Problem.

Wer Milchprodukte zu sich nimmt, sollte sie mit anderen Lebensmitteln kombinieren, etwa den Joghurt als Dessert essen oder Milch im Rührei verarbeiten, wie die DGE vorschlägt.

Feste und fetthaltige Nahrung verlangsamt nämlich die Verdauung im Magen. Willkommener Effekt: Es gelangt weniger Laktose auf einmal in den Darm – das macht es der dort vorhandenen Laktase leichter, den Milchzucker aufzuspalten.

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