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Schwangerschaft
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Grippeimpfung schützt Mutter und Baby – auch nach der Geburt

Mehr als ein harmloser Schnupfen: Eine Infektion mit Grippeviren kann Schwangere ins Krankenhaus bringen. Eine Impfung schützt – und nützt auch dem Kind. Wissen für werdende Mamas.
AutorKontaktdpa
Datum 08.11.2026  10:00 Uhr
Grippeimpfung schützt Mutter und Baby – auch nach der Geburt

So heftig von der Grippe erwischt werden, dass der Weg in die Klinik führt, etwa weil sich eine Lungenentzündung entwickelt hat? Besser nicht, schon gar nicht während einer Schwangerschaft.  Schwangere haben allerdings ein erhöhtes Risiko dafür, dass ihnen genau das passiert – im Vergleich zu Nicht-Schwangeren. Darauf macht der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) gemeinsam mit der Initiative »Projekt: Grippeschutz« aufmerksam.

Nur ein Viertel der Schwangeren entscheidet sich für den Piks

Grund sind die vielen Veränderungen, die eine Schwangerschaft im Körper anstößt – und die auch Immunabwehr, Atmung und Herz-Kreislauf-System beeinflussen. Dadurch werden schwere Grippeverläufe wahrscheinlicher.

Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Schwangeren eine Grippeschutzimpfung. Doch längst nicht jede werdende Mama entscheidet sich dafür. Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass in der Saison 2024/2025 nur rund ein Viertel der Schwangeren gegen Grippe geimpft war.

Manche Schwangere hat die Sorge, dass die Impfung dem ungeborenen Kind schaden könnte. Bedenken, die die Gynäkologin Cornelia Hösemann vom BVF ausräumen kann. So zeigt die Datenlage, dass der Nutzen überwiegt. Das Portal »infektionsschutz.de« vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) verweist zudem auf Studien, nach denen eine Grippeschutzimpfung in der Schwangerschaft die Anzahl von Frühgeburten oder Kaiserschnitten nicht erhöht.

Grippeimpfung in der Schwangerschaft schützt auch das Baby

Plus: Das Baby hat sogar etwas davon, wenn sich seine Mutter in der Schwangerschaft gegen Grippe impfen lässt. Denn die von der Mutter gebildeten Antikörper gehen über die Plazenta zum ungeborenen Kind über, wie die Virologin Professorin Barbara Gärtner vom »Projekt: Grippeschutz« erklärt.

»Mit nur einer Impfung schützt sie also nicht nur sich selbst, sondern gibt auch ihrem Kind einen Nestschutz für die ersten Lebensmonate. Studien zeigen, dass dieser Schutz das Influenza-Risiko des Kindes deutlich senken kann.«

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