Gesetzlich versicherte Schwangere haben in der Regel Anspruch auf drei Basis-Ultraschalluntersuchungen. / © Getty Images/AsiaVision
Gesetzlich versicherte Schwangere haben Anspruch auf drei Basis-Ultraschalluntersuchungen, das ist in der Mutterschafts-Richtlinie festgehalten. Auch private Krankenkassen übernehmen die drei Termine in der Regel. Wann sie genau dran sind – und was dabei passiert.
Erste Untersuchung (9. bis 12. Schwangerschaftswoche): Was viele Schwangere überrascht: Der erste Schwangerschaftsultraschall wird oft nicht über die Bauchdecke durchgeführt, sondern vaginal. »Bei der ersten Ultraschalluntersuchung wird die Schwangerschaft bestätigt und die Lage des Embryos beziehungsweise des Fötus in der Gebärmutter geprüft«, sagt der Gynäkologe Klaus Doubek, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF).
Die untersuchende Ärztin oder der untersuchende Arzt misst die Scheitel-Steiß-Länge, was dabei hilft, den voraussichtlichen Geburtstermin zu bestimmen. Feststellen lässt sich auch, ob eine Mehrlingsschwangerschaft vorliegt.
Zweite Untersuchung (19. bis 22. Schwangerschaftswoche): Hier können sich schwangere Frauen zwischen zwei Alternativen entscheiden: der Basis-Ultraschalluntersuchung und der erweiterten Basis-Ultraschalluntersuchung:
Dritte Untersuchung (29. bis 32. Schwangerschaftswoche): Bei der dritten Ultraschalluntersuchung kontrolliert die Ärztin oder der Arzt das Wachstum und die Lage des Kindes. Auch checkt er oder sie die Plazenta sowie die Fruchtwassermenge.
Darüber hinaus kann es bei auffälligen Befunden weitere Ultraschalluntersuchungen geben, so Professor Ingo Gottschalk, Leiter der Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Sie dienen der Abklärung, ob Krankheiten, Fehlbildungen oder Wachstumsverzögerungen vorliegen.
»Auch wenn es ein erhöhtes Risiko für Komplikationen bei der Schwangerschaft gibt, können weitere Ultraschalluntersuchungen ratsam sein«, sagt Klaus Doubek. Zum Beispiel, wenn die Mutter eine Krankheit wie etwa Diabetes hat – oder auch bei Blutungen oder einem verkürzten Gebärmutterhals.