| Caroline Wendt |
| 29.04.2026 16:00 Uhr |
Zu Prophylaxe eignen sich pflegende Präparate, die einen wasserabweisenden Schutzmantel bilden (zum Beispiel Posterisan® protect). Der Gleiteffekt erleichtert zudem den Stuhlgang. Des Weitren kann ein kühlendes Gel mit einem Wirkstoff-Komplex aus Aloe barbadensis (Hemoclin® Gel) Linderung verschaffen und Hämorrhoidalleiden vorbeugen .
Halbfeste Zubereitungen werden zwei- bis dreimal täglich, am besten nach dem Stuhlgang, aufgetragen. Bei Verwendung eines Applikators müssen Patienten darauf achten, die Tube zusammengedrückt wieder herauszuziehen, damit die Salbe nicht in die Tube zurückgezogen wird. Hämorrhoiden-Zäpfchen sollen nur so tief eingeführt werden, dass sie noch tastbar sind. Ansonsten werden sie durch den Reflex der Ringmuskulatur an den Hämorrhoiden vorbeigedrückt, die Konzentration des Arzneistoffs am Wirkort ist dann nicht ausreichend hoch. Eine Alternative sind Hämotamps: Ein Mullstreifen fixiert das Zäpfchen im richtigen Bereich, wo es kontinuierlich Wirkstoff abgibt.
Reicht eine lokale Behandlung nicht aus, lassen sich Hämorrhoiden im Stadium Grad I und II etwa durch eine Verödung mit Polidocanol oder eine Gummibandligatur behandeln. In fortgeschrittenen Stadien kann eine Operation nötig sein.