Veränderungen bei Leberflecken sollte man beobachten und gegebenenfalls bei der Dermatologin abklären lassen. / © Getty Images/urbazon
373.850 Menschen sind nach Informationen der Deutschen Krebshilfe im Jahr 2025 neu an Hautkrebs erkrankt. Etwa 295.000 von ihnen litten demnach an weißem Hautkrebs, das heißt sie hatten ein Basalzellkarzinom (Basaliom) oder ein Plattenepithelkarzinom. Bei mehr als 23.000 Betroffenen wurde ein malignes Melanom festgestellt, also schwarzer Hautkrebs.
Das Basalzellkarzinom ist in Deutschland die häufigste Hautkrebsart. Es muss nicht zwingend aus den Basalzellen hervorgehen, die in der untersten Schicht der Epidermis liegen. Seinen Namen trägt das Basalzellkarzinom, weil seine Zellen unter dem Mikroskop den Basalzellen sehr ähnlich sehen. Laut der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland sind Betroffene, die daran erkranken, im Durchschnitt über 70 Jahre alt. Allerdings erkranken zunehmend auch jüngere Menschen zwischen 40 und 50. Fachleute vermuten, dass das daran liegt, dass sich immer mehr junge Leute viel in der Sonne aufhalten und auch in Länder mit starker Sonneneinstrahlung reisen.
Bei Verdacht auf ein Basalzellkarzinom entnehme die Ärztin oder der Arzt an zweifelhaften Stellen eine Gewebeprobe, um mittels mikroskopischer Untersuchung herauszufinden, ob sich darin Krebszellen befinden, erläutert Dr. Christoph Liebich, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten und Vertreter des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen, im Gespräch mit PTA-Forum.
Ebenso wird bei Verdacht auf ein Plattenepithelkarzinom verfahren, das bei Männern häufiger vorkommt als bei Frauen. Es entsteht aus den hornbildenden Zellen (Keratinozyten) der Oberhaut (Epidermis), die aufgrund von Mutationen unkontrolliert wachsen. Typische Symptome sind derbe, rötliche, schuppende Knoten oder nicht heilende Wunden, oft an Hautstellen, die viel der Sonne ausgesetzt waren. »Oft zeigen sich in der Probebiopsie Vorstufen des weißen Hautkrebses, die sich durch Cremes oder Lichttherapie behandeln lassen«, berichtet Liebich. Vorstufen können rötliche, schuppige Flecken sein wie bei der aktinischen Keratose.
Während weißer Hautkrebs in der Regel kleine, glänzende, perlmuttfarbene Knötchen (Basaliom) oder rötliche, schuppige Flecken (Plattenepithelkarzinom) bildet, die wie eine schlecht heilende Wunde, eine Narbe oder ein rauer Fleck aussehen können und langsam wachsen, sind von schwarzem Hautkrebs betroffene Stellen braun, schwarz, bläulich-rot oder ungleichmäßig gefärbt. Auch sind die Flecken oft asymmetrisch, unregelmäßig begrenzt und wirken ausgefranst.
Gefährlicher ist der schwarze Hautkrebs deshalb, weil er schneller Metastasen bildet als der weiße Hautkrebs. »Fördert eine Biopsie Zellen von schwarzem Hautkrebs zutage, wird in der Regel so schnell wie möglich die komplette betroffene Hautstelle mit Sicherheitsabstand herausgeschnitten«, sagt Liebich. Sowohl weißer als auch schwarzer Hautkrebs entstehen vor allem durch UV-Strahlung, allerdings korreliert der weiße Hautkrebs stärker mit der Gesamt-UV-Dosis im Laufe des Lebens.
Trifft eines dieser Kriterien zu, sollte eine Hautärztin oder ein Hautarzt die Veränderung abklären.