Die Temperaturen steigen – und mit ihnen nimmt bei vielen Patienten auch der Umfang der Knöchel zu. Venenprobleme sind jedoch nicht nur ein Sommerthema und erfordern eine konsequente evidenzbasierte Behandlung.
bräunliche Verfärbung der Haut durch Eisenpigmente
Stauungsekzem
Ulcus cruris venosum: schlecht heilendes Geschwür am Unterschenkel oder Knöchel
MKS – medizinische Kompressionsstrümpfe
Basistherapie bei chronisch venöser Insuffizienz laut Leitlinie
verbessern Blutfluss, fördern venösen Rücktransport und reduzieren Ödeme und Symptome
konsequentes tägliches Tragen entscheidend für den Therapieerfolg
Auswahl der Kompressionsklasse abhängig vom Befund
je nach Bedarf MKS nach Maß oder in Seriengröße
Ausmessen der Beine möglichst morgens
gesetzliche Kassen erstatten in der Regel zwei Paar pro Jahr
Anziehhilfen wie Gleitsocken oder Gummihandschuhe erleichtern Anwendung
geeignete Hautpflege zur Vorbeugung von Trockenheit unter den Strümpfen (etwa mit Bauerfeind®-Pflegeschaum, Hautpflegeprodukte von Medi®)
Stützstrümpfe sind keine MKS, nur bei leichten Beschwerden von venengesunden Patienten geeignet
Pflanzliche Venenmittel
reduzieren die Permeabilität der Gefäßwände
wirken entzündungshemmend
reduzieren Ödeme sowie subjektive Beschwerden wie Schmerzen, Schwere- und Spannungsgefühl
standardisiertes Rotes Weinlaub (z. B. Antistax® extra): 1- bis 2-mal täglich 360 mg
Rosskastanienextrakt (z. B. Venostasin® retard): 2-mal täglich 50 mg
Oxerutin (z. B. Venoruton® Intens): 2-mal täglich 500 mg
evidenzbasierte Wirksamkeit vor allem für orale Präparate belegt; Gele und Cremes werden hingegen meist wegen ihres kühlenden Effekts als angenehm empfunden
kontinuierliche Einnahme, Wirkeintritt meist erst nach mehreren (mindestens 2 bis 4) Wochen
können eine Kompressionstherapie sinnvoll ergänzen