Hat die Biopsie die Diagnose »Malignes Melanom« erbracht, versucht man meist unmittelbar, den Tumor operativ zu entfernen. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, kann eine zusätzliche Behandlung mit Medikamenten oder eine Bestrahlung infrage kommen.
Melanome können schnell wachsen und bilden häufiger als andere Hautkrebsarten Metastasen. Wie sie behandelt werden, hängt vor allem davon ab, wie weit sie fortgeschritten sind. Manchmal wird auch ein zweiter Eingriff nötig, wenn die Untersuchung des entfernten Hautstücks abgeschlossen ist. Dann kann es zum Beispiel notwendig sein, den Sicherheitsrand zu vergrößern.
Bei kleinen Melanomen, die nicht dicker als 1 mm sind, reicht eine Operation in der Regel aus. Bei größeren wird zusätzlich ein benachbarter Lymphknoten entfernt – der sogenannte Wächterlymphknoten. Sind in ihm keine Tumorzellen zu finden, geht man davon aus, dass auch der restliche Körper frei von Metastasen ist. Enthält der Wächterlymphknoten Tumorzellen, werden auch die benachbarten Lymphknoten entfernt.
Hat ein Melanom bereits gestreut, können energiereiche Strahlen das Tumorgewebe zerstören. Mit solch einer Strahlentherapie werden vor allem Melanome behandelt, die bereits fortgeschritten sind, Metastasen gebildet haben oder nicht operiert werden können.
Zu den Medikamenten, die bei einem Melanom eingesetzt werden können, gehören unter anderem Arzneimittel, die veränderte Zellen gezielt angreifen und ausschalten, zum Beispiel sogenannte BRAF-Inhibitoren wie Vemurafenib oder Dabrafenib. Bei der Immuntherapie wiederum werden Substanzen eingesetzt, die die Abwehrzellen des Körpers aktivieren und idealerweise in die Lage versetzen, veränderte Zellen zu zerstören. Zu diesen Substanzen zählen etwa PD-1-Inhibitoren wie Nivolumab oder Pembrolizumab, oft werden sie in Kombination mit dem CTLA-4-Antikörper Ipilimumab eingesetzt. Dieser Antikörper heftet sich an das Protein Protein CTLA-4 an der Zelloberfläche von T-Zellen und aktiviert diese – er verstärkt also die körpereigene Immunantwort.
Bei der Chemotherapie schließlich nutzt man Zytostatika, die die Tumorzellen direkt schädigen. Beim Melanom kommt standardmäßig Dacarbazin zum Einsatz, eventuell in Kombination mit Paclitaxel oder platinhaltigen Wirkstoffen wie Cisplatin oder Carboplatin. Zytostatika sind bei schwarzem Hautkrebs allerdings meist erst dann indiziert, wenn andere medikamentöse Möglichkeiten ausgeschöpft sind.