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Evidenzlage
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Indikationen der ketogenen Diät kennen

Ketogene Diät oder ketogen essen: Der Trend, massiv auf Kohlenhydrate zu verzichten, hält an. Dabei ist es wichtig, diese Ernährungsform für gesunde Menschen sowie getrennt davon im Rahmen medizinischer Indikationen zu betrachten.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 13.04.2023  12:00 Uhr

Aufwand und Nebenwirkungen

Die DGE rät von einer ketogenen Diät für Laien ohne medizinische Notwendigkeit ab. Man müsse sich ausgiebig mit dieser Ernährungsform beschäftigen, um sie umsetzen zu können, weiß Restemeyer. Doch schwerer wiegt das Risiko, einen Nährstoffmangel zu entwickeln, fehlen doch bei der Variante mit sehr hohem Fettanteil wichtige Lebensmittelgruppen wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Getreide, also vor allem ballaststoffhaltige Nahrungsmittel, die auch reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind. Grundsätzlich könne der Mangel an Ballaststoffen Darmbeschwerden wie Verstopfung mit sich bringen. In der Anfangsphase leiden Menschen oft unter Übelkeit und Hypoglykämie, die sich im weiteren Verlauf abschwächen. Möglich sind auch die vermehrte Entstehung von Nierensteinen, erhöhte Harnsäurewerte und in extremen Fällen eine gefährliche metabolische Acidose. Infolge des Verzehrs von reichlich tierischen Produkten kann sich der LDL-Spiegel erhöhen. Potenziell könnte das eine Gefahr für Herz und Kreislauf mit sich bringen. 

Unter den vielen verschiedenen Diäten schneidet die Keto-Diät im Hinblick auf ihre Alltagstauglichkeit eher nicht gut ab. Die Lebensmittelauswahl ist deutlich eingeschränkt, damit wird es auch schwer, wenn man mit anderen Menschen essen gehen möchte oder auf eine Gemeinschaftsverpflegung angewiesen ist.

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