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Risiko Jodmangel
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Jodiertes Salz zum Kochen verwenden

In Deutschland wird der Jodbedarf weitgehend über jodiertes Speisesalz gedeckt. Doch weil Fertiggerichte nach wie vor viele Abnehmer finden, sind viele Menschen mit Jod unterversorgt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) hin.
AutorKontaktPZ/PTA-Forum
Datum 22.09.2022  16:00 Uhr

Hohe Dosen nicht ohne ärztlichen Rat

Der Experte warnte davor, im höheren Alter ohne ärztlichen Rat Jodtabletten einzunehmen, vor allem eine Dosierung ab 300 µg sei kritisch. Denn bei bereits bestehenden Knoten könne in seltenen Fällen durch »heiße Knoten« eine Überfunktion des Organs ausgelöst werden. Im jüngeren Alter sieht der Endokrinologe eine Supplementierung von bis zu 100 µg Jod als unproblematisch an.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die Deutsche Gesellschaft für innere Medizin (DGIM) raten Frauen nach ärztlicher Rücksprache eine Substitution von täglich 100–150 µg Jod in Schwangerschaft und Stillzeit. Daten zeigen jedoch laut Feldkamp, dass nur etwa 30 Prozent der Schwangeren dieser Empfehlung folgen. Panik sei dennoch nicht angebracht: »In Deutschland ist der Jodmangel nicht so stark, dass wir mit Totgeburten oder starken Veränderungen bei den Kindern rechnen müssen«. Die Sprachkompetenz des Kindes könne Daten zufolge etwas schlechter sein, wenn die Mutter nicht genügend Jod aufgenommen hat. »Wir müssen dafür sorgen, dass die Versorgung in Deutschland optimal ist«, schloss Feldkamp.

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