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Hypothalamische Adipositas
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Keine Lifestyle-Frage

Ständig hungrig und nach dem Essen nicht satt: Das sind Anzeichen einer hypothalamischen Adipositas, die eine spezifische Behandlung erfordert. Zentrale Steuerungsmechanismen im Gehirn sind gestört.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 15.07.2026  12:00 Uhr
Eine zugelassene Therapieoption

Eine zugelassene Therapieoption

Unabhängig davon wirkt Setmelanotid (Imcivree®) – seit kurzem auch bei hypothalamischer Adipositas zugelassen. Der Arzneistoff ist Agonist an Melanocortin-4-Rezeptoren (MC4R), die im Gehirn an der Regulierung von Hunger- und Sättigungsgefühl sowie Energieumsatz beteiligt sind. Dadurch wird unter anderem das Hungergefühl reduziert. »Es wirkt so, dass es den Hypothalamus als intaktes Organ nicht unbedingt braucht«, erklärte der Experte, wies aber zugleich auf die noch schwache Datenlage in der Indikation hin. 

»Die Behandlung der hypothalamischen Adipositas erfordert ein multimodales Vorgehen«, schloss Dischinger, sie müsse etwa endokrinologische, ernährungsmedizinische und – bei einer zugrunde liegenden Tumorerkrankung – auch neuroonkologische Aspekte umfassen. Er empfahl Betroffenen, sich an ein Behandlungszentrum zu wenden, in dem interdisziplinäre Expertise vorhanden ist.

Er machte auf ein weiteres Problem aufmerksam: Die medikamentösen Therapien werden in der Regel nicht durch die GKV erstattet, da Adipositas als Lifestyle-Problem betrachtet wird. »Darunter leiden die Patientinnen und Patienten«, so der Experte.

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