| Isabel Weinert |
| 04.05.2026 14:00 Uhr |
Ketonkörper im Urin können eine (beginnende) Ketoazidose anzeigen. / © Adobe Stock/Gerhard Seybert
Zu diesem Schluss kam eine Arbeitsgruppe von Pharmakologen von der Universität Zhengzhou in der Provinz Henan, China. Die Autoren schreiben, dass sie, basierend auf der Datenbank des Adverse Event Reporting System (FAERS) der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA), darauf abzielten, die Arzneimittel mit dem engsten Zusammenhang und der höchsten Signalstärke zum Risiko einer arzneimittelinduzierten Ketoazidose zu identifizieren und somit eine Referenz für die klinische Arzneimittelsicherheit bereitzustellen.
Dazu riefen sie Daten zu unerwünschten Ereignissen vom ersten Quartal 2004 bis zum zweiten Quartal 2025 aus der FAERS-Datenbank ab. Von den 22.375.298 Berichten über unerwünschte Ereignisse, die in die Studie einbezogen wurden, standen 6977 in Verbindung mit einer Ketoazidose. Am häufigsten genannte Medikamente: Metformin, Quetiapin, Empagliflozin und Dapagliflozin.
Unter den ersten 50 Medikamenten fanden sich bei 36 in der Packungsbeilage keine Hinweise auf Ketoazidose als Nebenwirkung. Die Autoren resümieren: Zu den Medikamenten mit hohem Risiko für die Auslösung einer Ketoazidose zählen hauptsächlich SGLT2-Hemmer, gefolgt von Psychopharmaka wie Quetiapin. Auch das potenzielle Risiko einer Ketoazidose durch Medikamente ohne Hinweis darauf in der Packungsbeilage sollte beachtet werden.