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Erste Muttermilch
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Kolostrum beugt Nahrungsmittelallergien vor

Viele Säuglinge erhalten bereits in den ersten Lebenstagen Formulanahrung – oft ohne medizinische Indikation. Eine überwiegende Supplementierung könnte jedoch Nahrungsmittelallergien fördern.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 29.06.2026  12:00 Uhr

Ob der Körper gegenüber bestimmten Nahrungsbestandteilen immuntolerant ist oder allergisch darauf reagiert, entscheidet sich maßgeblich in den ersten Lebenstagen. Eine zentrale Rolle spielt dabei offenbar, ob und wieviel Kolostrum ein Säugling in dieser Zeit erhält. Diese Muttermilch in den ersten drei Tagen nach der Geburt ist reich an bioaktiven Verbindungen. Wird jedoch bereits früh Formulanahrung beigefüttert, erhält der Säugling gleichzeitig weniger Kolostrum.

Australische Wissenschaftler der University of Western Australia in Perth konnten anhand einer Datenanalyse von 666 Mutter-Kind-Paaren zeigen, dass die Zufütterung von Formulanahrung in den ersten drei Lebenstagen das Risiko, im Alter von 12 bis 18 Monaten eine Erdnussallergie zu entwickeln, um etwa das Fünffache und das Risiko für multiple Nahrungsmittelallergien um das Elffache erhöht.

Bemerkenswert war, dass keiner der Säuglinge, die in den ersten 72 Lebensstunden neun oder mehr Kolostrum-Mahlzeiten erhielten, eine Erdnussallergie entwickelten, unabhängig davon, ob Formulanahrung zugefüttert wurde. Erhielten sie weniger als drei Kolostrum-Portionen täglich, war das Risiko allerdings deutlich erhöht. Die Autoren empfehlen, vor allem bei Risikokindern eine frühe Kolostrum-Gabe zu fördern.

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