Manchmal muss man einfach fit sein – etwa, weil ein wichtiger Termin im Job ansteht. Dafür gibt es allerlei Kombi-Erkältungsmedikamente in der Apotheke. Sie enthalten zum einen schmerz- und fiebersenkende Wirkstoffe wie Paracetamol, Ibuprofen oder ASS, zum anderen den Wirkstoff Pseudoephedrin, der die Schleimhäute abschwellen lässt.
In Einzelfällen – etwa, wenn man für einen Vortrag fit sein müsse – könne man solche Medikamente einnehmen, sagt Markus Tullius. Sie wirken ihm zufolge effektiv. »Sie werden dann gut durchkommen durch den Tag. Sie werden sich abends aber womöglich kränker fühlen als zuvor«, schildert der Mediziner eine Beobachtung, die er immer wieder macht. Zudem kaufe man sich dem Mediziner zufolge mit dem Wirkstoff Pseudoephedrin das Risiko ein, dass sich der Infekt verzögert – eben weil man die Beschwerden unterdrückt.
Und nicht jeder hat unbedingt auf dem Schirm, dass in den Medikamenten bereits schmerzstillende Wirkstoffe enthalten sind. Wer zusätzlich noch eine Schmerztablette einnimmt, übersteigt womöglich die täglich empfohlene Dosis des Wirkstoffs. Also: genau hinschauen.
Auch wenn eigentlich so viel zu tun wäre: Wer eine Erkältung hat, ruht sich am besten gut aus – und akzeptiert, dass der Körper nun gegen die Viren und nicht an Höchstleistungen im Alltag arbeitet.
Die gute Nachricht: Besserung ist absehbar. Erkältungen bezeichnen Mediziner als »selbstlimitierend«. Das heißt: Der Körper wird mit den Erregern selbst fertig, wenn man ihm die Zeit dafür gibt. »Drei Tage kommt die Erkältung, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie«, fasst Markus Tullius zusammen. Abwarten und (Husten-)Tee trinken ist also eine gute Strategie.