| Isabel Weinert |
| 02.06.2026 12:00 Uhr |
Zytokine in der Immunantwort auf Lebendimpfstoffe könnten bei Menschen mit MS Schübe auslösen, so ein Verdacht. / © Adobe Stock/LStockStudio
Entwarnung in dieser Hinsicht gibt nun eine Analyse spanischer Forschender, in der diese rückschauend Daten der sogenannten Barcelona-Kohorte auswerteten, veröffentlicht in »JAMA Network Open«. Die Studie lief über einen langen Zeitraum, die Wissenschaftler betrachteten für ihre Zwecke Erwachsene mit MS von Juli 2016 bis Oktober 2024.
Es zeigte sich, dass bei den 123 geimpften Probanden die MS-Schubrate verglichen mit der doppelten Zahl an nicht geimpften Menschen mit MS nur etwa halb so hoch war. Beobachtet wurde das im Hinblick auf die Lebendimpfstoffe Masern-Mumps-Röteln (MMR) und Varizellen. Die Analyse zeigt allerdings auch Schwächen, etwa, dass die meisten Geimpften außerdem im betrachteten Zeitraum eine Disease-Modifying Therapy (DMT) begonnen hatten. Das könne durch Lebendimpfstoffe möglicherweise getriggerte Schübe verschleiert haben.