| Isabel Weinert |
| 01.06.2026 14:00 Uhr |
Schwindelattacken bei Morbus Menière können bis zu 12 Stunden andauern und beeinträchtigen die Lebensqualität massiv. / © Adobe Stock/Andrey Popov
Die University of California, Irvine (UCI) ist ein führendes Zentrum für Migräneforschung und spezialisierte Kopfschmerzbehandlung. Schwerpunkte liegen auf dem Zusammenhang zwischen Migräne, Kognition und Innenohrerkrankungen sowie klinischen Studien und umfassender Patientenversorgung.
Forschende der Universität haben in einer retrospektiven Studie mit jeweils 21.300 Menschen mit und ohne Migräne sowie je 8850 Migränepatienten mit und ohne Therapie den Verdacht bestätigen können, dass, wer an Migräne leidet, ein erhöhtes Risiko trägt für Morbus Menière, einer Erkrankung des vestibulären Systems. Sie zeigt sich vor allem in starkem Drehschwindel, Hörminderung und Tinnitus.
Den Umstand, dass diejenigen Menschen, die nichts gegen ihre Migräne einnahmen, ein um 57 Prozent geringeres Risiko für Menière trugen, verglichen mit den Therapierten, führen die Forschenden darauf zurück, dass jene, die nicht therapiert werden, von vorneherein eher eine schwächere Ausprägung der Migräne haben und damit eine geringere Prädisposition zur vestibulocochleären Dysfunktion. Die Fehlfunktion dieses Hör- und Gleichgewichtssystems im menschlichen Ohr scheint ein Verbindungsglied zwischen Migräne und Morbus Menière zu sein, verbindet es doch Ohr und Zentrales Nervensystem.