| Isabel Weinert |
| 07.07.2026 12:00 Uhr |
Ungewohnte Verhältnisse wie starke Sonneneinstrahlung, Lichtreflexion vom Meer oder den Bergen, viel (Salz-)Wasser können auch die Benetzung der Augen mit Tränenflüssigkeit beeinträchtigen. Plötzlich trockene Augen oder gar ein Gerstenkorn zeigen sich mitunter heftig und können das Urlaubsvergnügen schmälern. Deshalb gehören ins Reisegepäck immer künstliche Tränen, am besten höher viskos und ohne Konservierungsmittel. Oft kommt Hyaluronsäure in unterschiedlichen Konzentrationen als Wirkstoff zum Einsatz (etwa Xailin®, Artelac® Splash,Hylo Comod®). Bei stärker ausgeprägten Beschwerden eignen sich noch höher viskose Augengele mit Carbomer (wie Lac®-Ophthal® Gel, Vidisic®, Visc-Ophthal®).
Einem Gerstenkorn ebenso wie einer Lidrandentzündung beugt vor, allabendlich mit einem in warmem Wasser getränkten Wattepad das Oberlid Richtung Nasenwurzel mit sanftem Druck mehrmals auszustreichen. Das Wasser darf aus der Leitung kommen, wenn es auch im Urlaubsland gesichert Trinkwasserqualität aufweist. Hat sich ein Gerstenkorn gebildet oder der Lidrand entzündet, lässt man auch im Urlaubsland am besten einen Augenarzt entscheiden, welche Medikamente nun ratsam sind, selbst wenn man sie auch ohne Rezept in einer Apotheke bekommen könnte. Mit Produkten wie Naviblef® Tto Daily care Schaum können empfindliche und trockene Lider täglich gepflegt werden.
Herpes entsteht leicht bei Hitzestress, weil die UV-Strahlen die lokale Immunabwehr schwächen. Das begünstigt die Ausbreitung von bereits vorhandenen Herpesviren entlang der Nervenbahnen, die lästigen Bläschen bilden sich. Auch ein Sonnenbrand begünstigt den Ausbruch, denn er strapaziert die dünne Haut der Lippen. Verringern lässt sich das Risiko eines Ausbruchs, wenn man die Haut der Lippen und deren Umgebung mit einem Stift mit hohem Lichtschutzfaktor schützt. Beginnt es dennoch unheilvoll zu kribbeln, können PTA für die Reiseapotheke die entsprechenden lokal wirksamen antiviralen Medikamente empfehlen, zudem Herpespflaster, um das betroffene Areal zu schützen, und pflanzliche Präparate, etwa mit Docosanol oder Zinksulfat.