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Gesunde Fette im Check
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Omega-3-Fettsäuren und ihre Wirkung auf Herz und Gefäße

Omega-3-Fettsäuren gelten als »gut fürs Herz« – ihnen wird nachgesagt, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zu senken. Doch stimmt das wirklich? Wie viel sollte man davon zu sich nehmen und in welcher Form? Und gibt es auch Risiken oder Kontraindikationen? Die Deutsche Herzstiftung klärt auf.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 09.04.2026  10:00 Uhr

Risiken und Nebenwirkungen durch Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren können auch überdosiert werden – mit Nebenwirkungen: So berichtet die Herzstiftung von Studien, die zeigen, dass hohe Omega-3-Dosen (etwa 4 g pro Tag) das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen können – besonders bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder entsprechenden Risikofaktoren. Hohe Dosen sollten deshalb nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

Omega-3-Fettsäuren können zudem die Blutgerinnung beeinflussen. Wer »Blutverdünner« wie Phenprocoumon, Apixaban oder Rivaroxaban einnimmt oder eine Operation geplant hat, sollte den behandelnden Arzt über eine hochdosierte Omega-3-Einnahme informieren.

Zusammenfassend lässt sich laut Herzstiftung sagen, dass herkömmliche Fischöl- oder Omega-3-Kapseln Herzinfarkt oder Schlaganfall nicht sicher verhindern können. Selbst große Studien konnten für Nahrungsergänzungsmittel keine überzeugenden Vorteile zeigen. Dagegen können hohe Dosierungen Nebenwirkungen haben. Die beste Strategie für das Herz bleibt daher: eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Blutdruckkontrolle und die konsequente Behandlung von Risikofaktoren.

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