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Analyse der Treuhand Hannover
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PTA-Vertretung würde Apotheken nicht entlasten

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) lässt sich bislang nicht von der Idee der PTA-Vertretung abbringen. Dabei würde diese Maßnahme in der Praxis noch nicht einmal die vom Ministerium erhoffte Entlastung der Apotheken bringen, wie eine Analyse der Treuhand Hannover zeigt.
AutorKontaktPZ
Datum 09.12.2025  09:28 Uhr

Keine Hilfe für Kleinst-Apotheken

Doch was ist mit jenen kleinen »Ein-Mann-Betrieben«, in denen neben dem Inhaber allenfalls noch eine nicht approbierte Fachkraft am HV-Tisch aushilft? Nach Schwinteks Einschätzung wäre gerade diesen Betrieben mit der PTA-Vertretung nicht geholfen. Bei so dünner Personaldecke könnte die womöglich einzige PTA den Betrieb kaum alleine am Laufen halten. Ohnehin arbeiteten 65 Prozent der Assistenzkräfte heute in Teilzeit.

Hinzu käme die wirtschaftliche Belastung für die Apotheke: Zunächst müssten die Weiterbildung finanziert und die künftige »Vertretungs-PTA« dafür auch noch zeitlich freigestellt werden – beides große Herausforderungen für Apotheken, die es nach Treuhand-Zahlen ohnehin schon schwer genug haben. Und die weitergebildete PTA würde den Inhaber dann auch noch mehr Geld kosten, da sie nach der Höherqualifikation zurecht auch ein anderes Gehalt einfordern würde.

Schwintek schätzt, dass bis 2030 der Durchschnittswert bei über vier Approbierten pro Apotheke liegen könnte. Damit dürfte nicht nur die Nachfrage nach externen Vertretungen perspektivisch sinken, sondern auch der Vorschlag aus dem Ministerium weiter an Plausibilität einbüßen.

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