| Juliane Brüggen |
| 18.03.2026 08:00 Uhr |
Der Respimat erzeugt mechanisch einen Sprühnebel zum Inhalieren. / © Screenshot/ABDA
Der Inhalator Respimat® ist ein Sprühvernebler mit Dosisanzeige. Die Wirkstofflösung befindet sich in einer Patrone, die in das Device eingesetzt wird.
Das Device ist mit folgenden Wirkstoffen oder Wirkstoffkombinationen erhältlich:
Vor der Inhalation ist das Spannen des Inhalators erforderlich: Dazu wird das Unterteil um 180 Grad gedreht. Durch Betätigen des Auslöseknopfes wird die Sprühwolke freigesetzt. Das Aerosol entsteht rein mechanisch ohne Treibmittel oder elektrische Energie.
Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hat zusammen mit einem Expertengremium eine Schulungsreihe zu Inhalativa aufgelegt – speziell für die Schulung innerhalb des Apothekenteams. Die Videos sind kompakt und dauern maximal zehn Minuten. Zusätzlich gibt es ein ausführliches Skript mit ergänzenden Informationen, auch zu den jeweils erhältlichen Präparaten.
Die Inhalation wird vorbereitet, indem das durchsichtige Unterteil in die auf dem Etikett angegebene Pfeilrichtung gedreht wird bis es hörbar einrastet.
Es ist wichtig, das Auslösen des Sprühstoßes und die Einatmung zu synchronisieren. Dieser Vorgang ist beim Respimat weniger fehleranfällig als bei einem Dosieraerosol, da die Partikel langsamer freigesetzt werden. Der Patient sollte langsam und tief einatmen, danach den Atem für 5 bis 10 Sekunden anhalten.
Patienten, die gleichzeitig einen Pulverinhalator anwenden, sollten für die unterschiedliche Inhalationstechnik sensibilisiert werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt im Beratungsgespräch ist das Einsetzen der Patrone vor der ersten Verwendung. Dazu gehören folgende Schritte:
Um die Patrone einzurasten, ist ein hoher Kraftaufwand erforderlich. Bei Bedarf kann die beratende Person das Einsetzen auch für den Patienten übernehmen. Grundsätzlich ist zu beobachten, ob Kraftprobleme beim Einsetzen der Patrone oder Spannen des Inhalators bestehen.
Die Einzelheiten zur richtigen Anwendung sind im Schulungsvideo der ABDA dargestellt:
Nach dem Einsetzen einer neuen Patrone muss der Respimat mehrmals ausgelöst werden. Dazu werden folgende Schritte wiederholt, bis eine sichtbare Sprühwolke austritt: Spannen, Schutzkappe öffnen, Mundstück Richtung Boden halten, Sprühstoß auslösen und anschließend Schutzkappe wieder schließen. Sobald eine sichtbare Sprühwolke austritt, wird der Vorgang noch dreimal wiederholt.
Wurde der Respimat länger nicht benutzt, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
Der Respimat hat eine Dosisanzeige, die die in der Patrone enthaltenen Hübe einzeln herunterzählt. Wenn nur noch 10 Hübe enthalten sind, sollten Patienten eine neue Patrone bereitlegen. Erscheint ein weißer Pfeil auf rotem Grund in der Dosisanzeige, ist die Patrone leer und kann ausgetauscht werden – so geht’s:
Beim wiederverwendbaren Respimat finden sich Kontrollkästchen auf dem Etikett, mit denen Patienten die Anzahl der verwendeten Patronen nachverfolgen können. Sind alle Kästchen abgehakt, muss der Inhalator ersetzt werden.
Grundsätzlich ist das Device drei Monate nach der ersten Anwendung zu entsorgen, jedoch nicht über den Hausmüll, sondern je nach den lokalen Vorgaben über den Recyclinghof, Gewerbehof oder ein Schadstoffmobil.
Das Mundstück einschließlich der Metalldüse im Inneren soll mindestens einmal wöchtlich mit einem feuchten Tuch gereinigt werden, bei Bedarf auch die Außenseite.
Bei Raumtemperatur und vor Sonne geschützt aufbewahren.