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Teamschulung Inhalativa
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Nexthaler

Bei der Beratung im Rahmen der pharmazeutischen Dienstleistung zu Inhalativa müssen die Besonderheiten jedes Inhalators berücksichtigt werden. Wo etwa lauern gerätetypische Fehlerquellen? Was bei dem Device Nexthaler® zu beachten ist.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 04.05.2026  16:00 Uhr

Der Inhalator Nexthaler® ist ein Pulverinhalator mit Reservoirsystem.

Das Device ist mit folgenden Wirkstoffen oder Wirkstoffkombinationen erhältlich: 

  • Foster® Nexthaler (Beclometason/Formoterol)
  • Formodual® Nexthaler (Beclometason/Formoterol)
  • Trimbow® Nexthaler (Beclometason/Formoterol/Glycopyrronium)

Mechanismus

Durch Öffnen der Schutzkappe in senkrechter Haltung wird eine Dosis zur Inhalation bereitgestellt. Das Aerosol ensteht durch Kombination aus Gerätewiderstand und Scherkräften der Einatmung.

Wichtige Punkte für die Beratung

Die Prüfung der Dosisanzeige vor der Inhalation stellt sicher, dass noch Wirkstoffdosen enthalten sind.

Es ist wichtig, den Inhalator beim Laden der Dosis aufrecht zu halten.

Es gibt zwei akustische Signale: Sowohl beim Öffnen der Schutzkappe (= Laden der Dosis) als auch zu Beginn der Inhalation ist ein Klicken zu hören.

Für die Inhalation wird eine niedrige Atemzugstärke benötigt, es muss ein Mindestflow von > 30–50 l/min erreicht werden. Der Patient sollte von Beginn an gleichmäßig und kräftig einatmen, danach den Atem für 5 bis 10 Sekunden anhalten.

Während der Inhalation dürfen die Lüftungsschlitze des Inhalators nicht zugehalten werden.

Patienten, die gleichzeitig ein Dosieraerosol anwenden, sollten für die unterschiedliche Inhalationstechnik sensibilisiert werden.

Die Einzelheiten zur richtigen Anwendung sind im Schulungsvideo der ABDA dargestellt:

Häufige Fehler bei Anwendung des Nexthaler

  • Der Inhalator wird beim Laden der Dosis schräg oder waagerecht gehalten. → Richtig: Den Inhalator aufrecht halten und die Schutzkappe vollständig öffnen. Ansonsten kann es zu Dosierungsfehlern kommen, denn der Dosierschritt erfolgt unter Schwerkrafteinwirkung.
  • Der Patient atmet in den Inhalator aus. → Richtig: Vor der Inhalation am Gerät vorbei ausatmen und nach der Inhalation das Gerät schon mit Beginn der Atempause absetzen. Hintergrund: Feuchte Atemluft, die in den Inhalator gelangt, kann zum Verklumpen des Pulvers führen.
  • Es wird zu langsam oder nur mit allmählicher Steigerung der Atemstromstärke inhaliert. → Richtig: Direkt mit hoher Flussrate gleichmäßig und kräftig einatmen (laut und deutlich hörbare Inspiration). Ansonsten kann es aufgrund zu großer oder nicht dispergierter Partikel zu einer verminderten Wirkung und vermehrten Nebenwirkungen kommen.
  • Bei der Inhalation ist kein Klicken zu hören. → Richtig: Von Anfang an gleichmäßig und kräftig einatmen und nach Ertönen des Klickgeräuschs weiter einatmen. Hintergrund: Das Klicken zu Beginn des Atemzugs signalisiert, dass die Dosis freigegeben wurde. Ein ausbleibendes Klickgeräusch weist auf eine zu schwache Inhalation hin.
  • Lüftungsschlitze werden zugehalten. → Richtig: Die Lüftungsschlitze müssen während der Inhalation frei sein, damit die Luft zirkulieren kann.
  • Der Atem wird zu kurz angehalten. → Richtig: 5 bis 10 Sekunden Atem anhalten. Ansonsten kann es sein, dass lungengängige Partikel wieder ausgeatmet werden und nicht in der Lunge wirken können.
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