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Ernährung kurz & knackig
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Rheuma – mit der richtigen Ernährung die Entzündung bremsen

Es mehren sich Hinweise, dass eine antientzündliche Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen positiv auf die Symptome wirken könnte. Die eine »Rheumadiät« gibt es jedoch nicht.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 26.09.2026  09:00 Uhr

Die Vielfalt an rheumatischen Erkrankungen macht deutlich, dass es nicht die eine empfohlene Ernährungsform geben kann. Dafür sind Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Arthrose und Gicht zu unterschiedlich. Eine individuell angepasste Ernährung kann jedoch wie auch andere Lebensstilveränderungen (Bewegung, Rauchverzicht) die medikamentöse Therapie unterstützen.

Im Mittelpunkt steht oft eine antientzündliche Kost. Diese ist pflanzenbetont, ballaststoffreich und setzt auf gesunde Fette mit einem günstigen Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren. Beispiel ist die mediterrane Ernährungsform.

Besonders günstig ist:

  • Omega-3-Fettsäuren: enthalten in fettreichem Seefisch wie Lachs, Hering und Makrele sowie aus pflanzlichen Quellen wie Mikroalgen, Leinöl, Rapsöl, Walnüssen und Leinsamen
  • Obst und Gemüse: vor allem Sorten, die durch sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Polyphenole oder Anthocyane intensiv gefärbt sind, sowie Kreuzblütler; Beerenobst, Kirschen und Vitamin-C-reiches Obst
  • Ballaststoffe: zum Beispiel aus Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten, unterstützen ein vielfältiges Darmmikrobiom
  • Wenig rotes Fleisch: Rind- und Schweinefleisch enthalten Arachidonsäure, aus der der Körper entzündungsfördernde Botenstoffe bilden kann

Mini-Wissen

Auch die oftmals kritisch betitelten Omega-6-Fettsäuren sind essenziell. Es kommt jedoch auf das Verhältnis an: gut wäre laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein Verhältnis von maximal 5:1. Bei westlicher Ernährung kommen viele Menschen jedoch durchschnittlich auf 10- bis 20-mal mehr Omega-6-Fettsäuren als Omega-3-Fettsäuren.

Bei Gicht, einer Erkrankung, die durch erhöhte Harnsäurespiegel gekennzeichnet ist, sollten Betroffene die Zufuhr an purinhaltigen Lebensmitteln im Blick behalten. Reich an Purin sind beispielsweise Fleisch, Fisch, Wurst sowie Bier. Meiden sollten die Patienten prinzipiell Lebensmittel, die mehr als 150 mg Purin pro 100 g enthalten, etwa Ölsardinen (200 mg/100 g). 

Alltags-Boost

Schon kleine Veränderungen können einen Unterschied machen:

  • Morgens einen Löffel Leinöl oder Leinsamen zum Frühstück verzehren, zum Beispiel in den Joghurt gerührt
  • Gewürze und Kräuter mit antientzündlichen Eigenschaften verwenden, besonders Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander, Muskat, Bockshornklee, Kardamom und Chili
  • Öfter auf Oliven-, Raps-, Walnuss- oder Leinöl zurückgreifen statt ausschließlich Sonnenblumenöl; weitere pflanzliche Öle mit antientzündlichen Eigenschaften: Borretsch-, Nachtkerzen- und Schwarzkümmelöl
  • Mikrobiomfreundlich essen: zum Beispiel fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut oder probiotischen Bakterien in Joghurt, Kefir, Brottrunk und Sojasoße

Quelle: Döring, B., Rheuma: Essen für die Ge­len­ke, PTA-Forum, 31.07.2025

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