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Nervenschäden
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Small Fiber Neuropathie – häufig erst spät erkannt

Small-Fiber-Neuropathien sind Erkrankungen des peripheren Nervensystems, die lange Zeit unentdeckt bleiben können. Betroffen sind dabei vor allem die kleinsten Nervenfasern, die unter anderem Schmerz- und Temperaturempfindungen weiterleiten. Brennende Schmerzen, Kribbeln oder unangenehme Missempfindungen können mögliche Folgen sein – doch die Beschwerden sind oft vielfältig und die Diagnose nicht immer einfach.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 09.09.2026  12:00 Uhr

Kein guter Rat

Viele Patienten erhoffen sich Hilfe von NSAR, leider auch deren Ärzte, die den Betroffenen die Mittel empfehlen oder verordnen. Sie helfen jedoch nicht, beziehungsweise fehlen sichere Hinweise für ihre Wirksamkeit bei dieser Indikation.

Kann ein Patient genau sagen, wo der Schmerz auftritt, können lokale Anwendungen mit Capsaicin-8-Prozent-Pflaster Linderung bringen. Alpha-Liponsäure empfehlen die Autoren der Leitlinie nicht, weil die Daten sowohl für die orale als auch für die parenterale Gabe widersprüchlich sind. Unabhängig davon gibt es jedoch Diabetologen, die ihren Patienten zu der Einnahme raten, weil ihnen Patienten schon postive Rückmeldung gegeben haben. Für den Einsatz von Cannabinoiden fehlen ebenfalls belastbare Daten.

Selbst bei einer Kombination verschiedener Schmerzmittel bekommen Ärzte die Symptome ihrer Patienten häufig nicht in den Griff. Es erscheint deshalb sinnvoll, nicht nur auf Medikamente zu setzen. Akupunktur und die transkutane elektrische Nervenstimulation sind zumindest einen Versuch wert. Die autonomen Auswirkungen der Neuropathie richten sich nach dem betroffenen Organ. Ausheilen lässt sich auch eine autonome SFN in der Regel nicht vollständig. Gerade im Bereich von Herz und Kreislauf kann das von der normalen Regulation entkoppelte Geschehen auch lebensgefährlich werden. So steigt etwa die Gefahr, einen plötzlichen Herztod zu erleiden.

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