| Isabel Weinert |
| 16.06.2026 12:00 Uhr |
Neben der Social-Media-Ecke, in der sinnvolle Trendprodukte zu erwerben sind, wäre auch eine No-Go-Liste denkbar, die aufführt, was gehypt wird und gar nicht geht. Dazu könnten etwa Peptide gehören, die Menschen sich in die eigene Haut injzieren sollen, um – wahlweise – Akne, große Poren oder Falten loszuwerden. Derzeit interessieren sich junge Menschen auch für Bleaches Brows und Fake Freckles, also gebleichte Augenbrauen und gemalte Sommersprossen. Blondierpasten machen Ersteres möglich. Auch wenn das eigene Sortiment so etwas nicht hergibt, können PTA zum Schutz der umliegenden Haut beraten, damit die Pasten und Entwicklercremes die Augen nicht gefährden.
Weiterhin treibt die Cortisolpanik ihr Unwesen in Social Media. Um den Cortisolspiegel angeblich zu senken, werden diverse Nahrungsergänzungsmittel angeboten – auch hier ist die Expertise von PTA gefragt, um Empfehlungen wissenschaftlich einzuordnen und sinnvoll zu beraten. Longevity und Darmgesundheit sind und bleiben Trends, mit denen sich Apothekenteams auskennen sollten, um gegen verbreitetes Unwissen anzukommen.
Wichtig: PTA sollten nicht abwertend reagieren, wenn Menschen berichten, was sie auf Social Media mitbekommen haben und die Mittel unbedingt kaufen wollen. Zunächst einmal ist es ja positiv, wenn Menschen sich um die eigene Gesundheit kümmern. Das anzuerkennen, schafft eine Gesprächsatmosphäre auf Augenhöhe.