| Barbara Döring |
| 03.09.2026 08:00 Uhr |
Zuckerhaltige Getränke wie Limo, Cola oder Energydrinks könnten das Risiko für Magenkrebs erhöhen. / © Getty Images/taka4332
Softdrinks erhöhen nachweislich das Risiko für Adipositas und Typ-2-Diabetes und sind so jedes Jahr für zahlreiche Todesfälle mitverantwortlich. Jetzt zeigt eine Untersuchung einen weiteren Grund auf, warum die Drinks nicht für den regelmäßigen Genuss geeignet sind: Menschen, die täglich mindestens ein zuckergesüßtes Getränk zu sich nahmen, hatten ein etwa 2,4-fach höheres Risiko für Magenkrebs als Menschen, die nie zuckerhaltige Getränke konsumierten. Die Forschenden vom Massachusetts General Hospital zogen für ihre Auswertung Daten von zwei großen Studien – der Nurses’ Health Study und der Health Professionals Follow-Up Study – mit insgesamt mehr als 112.000 Teilnehmern heran.
»Dies ist die erste Studie, die einen Zusammenhang zwischen dem Konsum zuckergesüßter Getränke und Magenkrebs in der US-Bevölkerung nachweist«, so der Studienleiter und Gastroenterologe Andrew T. Chan. Magenkrebs ist weltweit die fünfthäufigste Krebstodesursache, aber es sei noch sehr wenig darüber bekannt, wie die Ernährung dazu beitragen könnte, so Chan. Als zugrunde liegende Mechanismen kommen Gewichtszunahme, Insulinresistenz, Ungleichgewicht der Steroidhormone, Entzündungen oder Dysbiose infrage. Die Forschenden schließen jedoch nicht aus, dass auch andere Faktoren zur Krebsentstehung beigetragen haben könnten.