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Diabetes und Kinderwunsch
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Hormone nicht die erste Wahl

Menschen mit Diabetes können aufgrund der Erkrankung Probleme mit der Fruchtbarkeit haben. Bei Männern liegt der Testosteronspiegel eher zu niedrig, bei Frauen treten häufiger Zyklusstörungen auf. Eine Hormontherapie sei dann aber nicht unbedingt die beste Lösung, schreibt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG).
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 02.09.2026  16:00 Uhr

Diabetologen müssen als Erstes die genaue Ursache finden, wenn sich Menschen mit Diabetes zwar Kinder wünschen, aber keines entsteht. »Da verschiedene Diabetestypen die Fruchtbarkeit und Zeugungsfähigkeit unterschiedlich beeinflussen, betrachten wir zunächst, welche Diabetesform vorliegt, wie der Stoffwechsel und das Körpergewicht eingestellt sind und ob Begleiterkrankungen eine Rolle spielen«, so Professorin Dr. med. Julia Szendrödi, Präsidentin der DDG in der Pressemitteilung. Den Blutzucker optimal einstellen und den Lebensstil verbessern, könnten die Chancen für eine Schwangerschaft bereits verbessern.

Zudem müsse man die laufenden Therapien überprüfen und womöglich anpassen. Ob und in welchem Maße eine Hormontherapie nützlich sein könnte, das sollten fachübergreifend die behandelnden Diabetologen mit Reproduktionsmedizinern unter Einbeziehung der Menschen mit Diabetes erörtern.

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