| Isabel Weinert |
| 02.06.2026 08:00 Uhr |
Sich körperlich soweit es möglich ist regelmäßig anzustrengen, macht das Überleben mit und nach Krebs wahrscheinlicher. / © Adobe Stock/Vadym
Dabei betrachteten die Wissenschaftler um Erika Rees-Punia Blasen-, Endometrium-, Nieren-, Lungen-, Eierstock- sowie Rektumkrebs und Krebs der Mundhöhle. Ihre Ergebnisse stellten sie in dem Fachjournal »Jama Network Open« vor.
Mithilfe der Daten aus sechs Kohortenstudien analysierten sie die Angaben von mehr als 17.000 Menschen, die Krebs überlebt hatten und über elf Jahre alle zwei bis acht Jahre zu ihrer körperlichen Aktivität befragt worden waren.
Die Mortalität sank bei allen genannten Krebsarten, allerdings in unterschiedlichem Maße zwischen 16 und 79 Prozent. Bei einigen Krebsformen reichte Aktivität nach den Maßgaben der WHO, also von mindestens 150 Minuten pro Woche. Bei Krebs der Mundhöhle hingegen sank die Mortalität nur bei jenen, die doppelt oder dreimal so viel Sport trieben, wie von der WHO empfohlen. Menschen mit Nierenkrebs scheinen in der Tendenz auch von Sport zu profitieren, jedoch nicht statistisch signifikant.
Einschränkend gilt: Womöglich konnten vor allem diejenigen, denen es sowieso besser ging, überhaupt Sport treiben und natürlich konnten auch nur diejenigen Auskunft geben, die den Beobachtungszeitraum überlebt hatten. Die Forschenden resümieren aus ihren Ergebnissen, dass Angehörige von Gesundheitsberufen körperliche Aktivität bei Menschen mit Krebs unterstützen sollen.