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Klaustrophobie und MRT
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Strategien gegen die Angst in der Röhre

Wer in engen Räumen Angst verspürt, für den scheint klar: »Niemand kriegt mich in ein MRT!« Und wenn es doch sein muss? Ein Psychologe über hilfreiche Strategien und das Problem mit dem Glücksbringer.
AutorKontaktdpa
Datum 08.05.2026  14:00 Uhr

Auch wer keine Angststörung hat, fühlt sich bei einer Untersuchung in einer MRT-Röhre nicht unbedingt wohl. »Das hat etwas mit Kontrollverlust und Ausgeliefertsein zu tun«, sagt Psychologe André Wannemüller. Er hat an der Ruhr-Uni Bochum ein Forschungsprojekt »Die Angst vor der Röhre überwinden« durchgeführt.

Noch viel furchteinflößender ist eine anstehende MRT-Untersuchung jedoch für Menschen, die an diesen spezifischen Angststörungen leiden:

  • Klaustrophobie: Hier besteht Angst vor engen, geschlossenen Situationen und Räumen — etwa Fahrstühlen oder eben MRT-Röhren.
  • Agoraphobie: Betroffene bewerten Situationen danach, »wie gefährlich oder unangenehm ein körperlicher Kontrollverlust wäre, der dazu führt, dass man Hilfe benötigt«, so Wannemüller. Sie malen sich beispielsweise aus, wie peinlich es wäre, wenn sie in einer Situation, in der sie sich »gefangen« fühlen, eine Panikattacke oder Durchfall bekämen.

Bewältigungsstrategien bei MRT-Angst

Was also tun, wenn man als Angst-Kandidat oder -Kandidatin vor einer MRT-Untersuchung steht? André Wannemüller rät, sich psychotherapeutische Unterstützung aus dem Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie zu suchen. Es geht darum, mit professioneller Hilfe Coping-Strategien — also Bewältigungsmechanismen — einzuüben. Wichtig ist auch, zu lernen, wie man sie in Angstsituationen anwendet.

An der Fakultät für Psychologie haben Wannemüller und sein Team eine MRT-Nachbildung entwickelt, in der die Patienten die Zeit in der Röhre »üben« können. Denn das ist eine Strategie, um Ängste zu überwinden: sich schrittweise vorzuwagen und bewusst Situationen aufzusuchen, die man zuvor vermieden hat.

Das lädt das Gehirn dazu ein, eine neue Erfahrung zu machen — nämlich die, dass sich die Gefahr gar nicht bestätigt. Die Angst kann sich dadurch Schritt für Schritt zurückziehen. »Natürlich hat nicht jeder die Chance, das in unserer MRT-Nachbildung zu üben«, sagt der Bochumer Psychologe. Daher ist wichtig, individuell mit Therapeut oder Therapeutin einen Plan zu schmieden.

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