Wer in engen Räumen Angst verspürt, für den scheint klar: »Niemand kriegt mich in ein MRT!« Und wenn es doch sein muss? Ein Psychologe über hilfreiche Strategien und das Problem mit dem Glücksbringer.
Sekunden in der Röhre herunterzählen
Augen zu, Zähne fest zusammenbeißen — und im Überlebensmodus die Zeit runterzählen? Das mag einen durch die MRT-Untersuchung bringen, verringert aber nicht die Angst. »So festigt sich nur das Gefühl, dass man es keinen Moment länger ausgehalten hätte«, sagt Wannemüller.
Sich auf einen Glücksbringer verlassen
Glücksbringer vermitteln ein Sicherheitsgefühl, das allerdings von Nachteil sein kann. Denn so bleibt man überzeugt, dass die Situation per se gefährlich ist. Das »Gutgegangen« führen Betroffene dann allen auf den Glücksbringer zurück.
Ohrstöpsel verwenden
Ein MRT ist laut. Ohrstöpseln oder Kopfhörer gegen die lauten Geräusche helfen Menschen mit Angststörungen nicht immer. Im Gegenteil: Sie können sogar kontraproduktiv sein, weil man nicht mehr all seine Sinne nutzen kann und die Bedrohungslage dadurch verstärkt werden kann.