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Ab Januar 2023
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Tarifvertrag für sächsische Apotheken vereinbart

Nach drei Jahren Verhandlungszeit haben die Tarifkommissionen des Sächsischen Apothekerverbandes (SAV) und der Apothekengewerkschaft Adexa am 12. Dezember 2022 einen Rahmentarifvertrag und einen Gehaltstarifvertrag für die öffentlichen Apotheken im Kammerbezirk Sachsen unterzeichnet. Beide Verträge treten am 1. Januar 2023 in Kraft.
AutorPZ/PTA-Forum
Datum 12.12.2022  17:00 Uhr

2 Prozent mehr Gehalt bei gültigem Fortbildungszertifikat

Orientiert habe man sich zwar an vielen Stellen an den bereits geltenden Rahmenverträgen, also dem BRTV sowie dem in Nordrhein gültigen Rahmentarifvertrag zwischen Adexa und der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) Nordrhein. »Unser Vertrag unterscheidet sich aber durch eine innovative Vereinbarung zur Honorierung von eigenverantwortlicher Fort- und Weiterbildung«, betonte Dr. Sebastian Michael, Verhandlungsführer für den SAV, der die wichtigsten Vertragselemente vorstellte. Demnach erhalten Angestellte mit gültigem Fortbildungszertifikat für die Dauer von dessen Gültigkeit 2 Prozent Zuschlag. Das gilt sowohl für approbiertes wie auch nicht approbiertes pharmazeutisches Personal. Damit wolle man das Personal motivieren, sich regelmäßig fortzubilden. Hier übernimmt der Arbeitgeber zudem 50 Prozent der Teilnahmegebühren sowie bis zu 500 Euro pro Jahr für weitere Kosten wie Fahrt-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten.

Wer als Approbierter eine abgeschlossene Weiterbildung für Allgemeinpharmazie, Klinische Pharmazie oder Arzneimittelinformation vorweisen kann, erhält dauerhaft einen Zuschlag von 1,25 Prozent auf das Tarifgehalt, plus weitere 0,75 Prozent bei einer Qualifikation in bestimmten Spezialisierungsbereichen der Weiterbildung wie Ernährungsberatung oder geriatrische Pharmazie.

Zertifizierte Fach-PTA mit einer einer entsprechenden Qualifikation unter Anerkennung einer deutschen Landesapothekerkammer erhalten einen Zuschlag von 1,5 Prozent. Fach-PKA für BWL und Marketing erhalten einen Zuschlag von 2,5 Prozent.

Bei der leistungsorientierten Bezahlung (LOB) gibt es Punkte für fachliche, soziale und Methodenkompetenz sowie Arbeitseffizienz, zum Beispiel die Beratungsqualität, Teamfähigkeit oder die Umsetzung von Fortbildungsinhalten. SAV und Adexa gehen davon aus, dass die meisten Mitarbeitenden ohnehin hier im höheren Punktebereich liegen, der ein Gehaltsplus von 2 Prozent bringt. Wer 100 Punkte erreicht, bekommt bis zu 3 Prozent mehr Gehalt.

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