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Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
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Überstunden und Zeiterfassung

Überstunden, die nirgends auftauchen, unvollständige Zeiterfassung und tarifliche Regelungen, die häufig nur auf dem Papier existieren: Eine Umfrage unter Apothekenangestellten zeigt deutliche Defizite im Arbeitsalltag, macht die Apothekengewerkschaft Adexa deutlich.
AutorKontaktMartina Schiffter-Weinle/Adexa
Datum 08.07.2026  08:00 Uhr

Ausgleich ja – Zuschläge nein

Bei der Frage zum Ausgleich von Überstunden waren Mehrfachantworten möglich. Insgesamt wurden 1200 Antworten ausgewertet. Danach erhalten 81 Prozent Freizeitausgleich für Überstunden, 14,1 Prozent eine finanzielle Vergütung. Problematisch ist aus Sicht von Adexa jedoch, dass 2,7 Prozent berichten, für geleistete Überstunden keinerlei Ausgleich zu erhalten.

Noch deutlicher fällt das Ergebnis bei tariflichen Mehrarbeitszuschlägen aus. Von 1048 Befragten geben lediglich 5,7 Prozent an, Zuschläge nach § 8 BRTV tatsächlich zu erhalten – 67,6 Prozent bekommen keine.

Die Umfrage zeigt: Während Dienstplanung und Teamabsprachen vielerorts vergleichsweise gut funktionieren, bestehen bei Zeiterfassung und Mehrarbeit erhebliche Defizite. Zwischen der tatsächlich geleisteten und der offiziell dokumentierten Arbeitszeit klafft vielerorts eine deutliche Lücke – zulasten der Beschäftigten. 

Die Auswertung basiert auf 1123 Datensätzen und ist nicht repräsentativ. Die größte Teilnehmergruppe waren PTA (46,6 Prozent), gefolgt von Apothekerinnen und Apothekern (27,8 Prozent) sowie PKA (11,2 Prozent). Besonders stark vertreten sind die Altersgruppen zwischen 40 und 59 Jahren. Die meisten Rückmeldungen stammen aus Bayern, Nordrhein, Westfalen-Lippe und Baden-Württemberg.

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