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Perimenopause
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Verhüten? Aber sicher!

Etwa ab 40 Jahren sinkt die Fertilität deutlich und die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, ist extrem niedrig. Dennoch ist bis zur Menopause eine effektive Kontrazeption erforderlich. Bei der Wahl des Verhütungsmittels ist das durch das Lebensalter bedingte erhöhte Thromboserisiko zu berücksichtigen. Welche eignen sich?
AutorKontaktElke Wolf
Datum 24.06.2026  16:00 Uhr

Depot, Spirale, Minipille

Auch DMPA-Injektionen (Depot-Medroxyprogesteronacetat), die sogenannten Dreimonatsspritzen, erhöhen das Thromboserisiko. Darüber hinaus bewirken sie initial einen Rückgang der Knochendichte. Dieser scheint sich durch die Menopause zwar nicht zu verstärken. Dennoch gelten ab 40 Jahren die gleichen Einschränkungen wie für kombinierte hormonelle Kontrazeptiva.

Abzuraten ist von natürlichen Verhütungsmethoden: Die Vorhersage der fruchtbaren Tage mit Temperaturmessung und Beobachtung des Gebärmutterhalsschleims ist nur möglich, solange der Eisprung noch regelmäßig erfolgt. In der Perimenopause bietet diese Methode keinen ausreichenden Schutz vor einer unerwünschten Schwangerschaft. Hormonbasierte Ovulationstests bringen aufgrund der großen hormonellen Schwankungen ebenfalls keine zuverlässigen Ergebnisse.

Die estrogenfreie Minipille (Levonorgestrel, Desogestrel) und das subdermale Etonogestrel-Implantat sind nach heutigem Erkenntnisstand nicht mit einem erhöhten Thromboembolie-Risiko assoziiert. Auch auf die Knochenmineraldichte zeigen sie keinen negativen Einfluss.

Gleiches gilt für das Levonorgestrel-freisetzende Intrauterinsystem (LNG-IUD) und die hormonfreie Kupferspirale. Die Hormonspirale führt oftmals zu schwächeren und weniger schmerzhaften Periodenblutungen – ein meist gewünschter Nebeneffekt. Bei der Kupferspirale ist manchmal das Gegenteil der Fall. Nach Ansicht vieler Experten kann die Tragedauer bei beiden IUD-Typen in den Wechseljahren auf acht bis zehn Jahre verlängert werden. Voraussetzung sind regelmäßige Arztbesuche zur Kontrolle der korrekten Lage.

Frauen in der Lebensmitte haben oft ein besseres Körpergefühl und kommen mit Barrieremethoden wie Kondomen, Scheidendiaphragma oder Portiokappe eher zurecht als junge Mädchen. Diese bieten zwar nur einen relativ unsicheren Konzeptionsschutz – man könnte allerdings festhalten, dass das zu einem guten Teil durch die verringerte Fertilität in den Wechseljahren aufgewogen wird. Erhöhen lässt sich die Verhütungssicherheit durch eine gewissenhafte Anwendung und die Kombination mit einer spermientötenden Creme.

Mögliche Verhütungsmethoden
Nicht hormonelle Kontrazeption Kontrazeptiva mit Hormonen
Kupfer-Spirale (Cu-IUD)
Scheidendiaphragma
Portiokappe
Kondom
Spermizide
Tubensterilisation
Sterilisation des ­Mannes Estrogen-Gestagen-Kombipräparate:
kombinierte orale Kontrazeptiva
Vaginalring
Hormonpflaster
Reine Gestagen­präparate:
Depotgestagene (Dreimonatsspritze)
Implantat
Minipille
Estrogenfreier ­Ovulationshemmer
Hormonspirale (­LNG-IUD)
Postkoitale Notfallkontrazeption
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