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Darmgesundheit im Trend
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Warum Ballaststoff-Drinks wenig bringen

Leckere, spritzige Getränke, die gut für den Darm sein sollen: So vermarkten Hersteller »High-Fiber-Drinks«, die eine Extra-Portion Ballaststoffe liefern. Warum eine Linsensuppe am Ende mehr bringt.
AutorKontaktdpa
Datum 28.04.2026  13:00 Uhr
Health Claims unter der Lupe: Vollmundige Versprechen oft nicht zulässig

Health Claims unter der Lupe: Vollmundige Versprechen oft nicht zulässig

Was die Verbraucherschützer besonders kritisch bewerten, sind die Gesundheitsversprechen, die auf den Dosen oder Webseiten zu lesen sind. »Da ist die Rede von ›fördert die Verdauung, Stimmung und Energie‹ oder davon, dass die Ballaststoffe die kognitive Funktion verbessern können oder beim Abnehmen helfen sollen«, beschreibt Daniela Krehl.

Ausreichende wissenschaftliche Belege für viele der Aussagen fehlen jedoch. Hintergrund: Nach der europäischen Health-Claims-Verordnung dürfen Hersteller nur dann Aussagen mit gesundheitlichem Bezug machen, wenn sie wissenschaftlich belegt und zugelassen sind. Einige Anbieter haben Werbeaussagen der Verbraucherzentrale Bayern zufolge bereits angepasst.

Fazit zur Darmgesundheit: Lieber häufiger Linsensuppe essen

»Jeder, der etwas für sein Darm-Mikrobiom oder seine Verdauung tun möchte, der braucht wirklich keine teuren Ballaststoff-Limos für 5 Euro pro Liter«, fasst Daniela Krehl zusammen.

Der bessere – und auch günstigere – Weg: regelmäßig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Nüsse in die Ernährung einbauen – und von weiteren, wichtigen Nährstoffen profitieren. High-Fiber-Limos können diese Grundlage nicht ersetzen, sondern bestenfalls ergänzen, so die Verbraucherschützer.

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