Wer gerne mal Apfelspalten oder Blaubeeren snackt, muss sich das nicht verkneifen. »Problematisch ist nicht Fructose aus frischem Obst, sondern vor allem der zugesetzte Fruchtzucker in industriell hergestellten Lebensmitteln«, erklärt Sylvia Stracke. Fructose ist beispielsweise in Softdrinks, Energydrinks, Limonaden, Sportgetränken, Eistees und aromatisierten Wässern zu finden. Auch Fruchtjoghurt, Müsliriegel, Frühstückscerealien und Desserts liefern mitunter viel davon, ebenso Fertigsoßen, Dressings und Backwaren.
Auf der Zutatenliste hält man am besten Ausschau nach Bezeichnungen wie »Fructose-Glucose-Sirup« oder »Maissirup« — und vermeidet entsprechende Produkte möglichst.
Die DGfN fordert in ihrer Pressemitteilung nicht zuletzt wirksame gesundheitspolitische Maßnahmen zur Verminderung des Zuckergehalts in Getränken und Fertigprodukten. Beispiele seien die klare Nährwertkennzeichnung, verbindliche Ziele für die Reduktion von zugesetztem Zucker und eine stärkere gesundheitliche Aufklärung.
Auch die aktuelle politische Debatte über »eine steuerliche Lenkungswirkung bei stark gezuckerten Getränken«, also eine Zuckersteuer, unterstützt die Fachgesellschaft. Parallel müsse die Früherkennung von Nierenkrankheiten verbessert werden.