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Sommergrippe
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Warum Erkältungen auch bei Hitze auftreten und wie Sie sich schützen

Die Nase läuft, der Hals kratzt, die Beine sind schwer und man fühlt sich schlapp und unwohl. All diese Symptome kennt wohl jeder aus dem Winter – der typischen Erkältungszeit. Dabei können einem auch bei Außentemperaturen von 25 Grad und mehr Viren begegnen, die einem das volle Erkältungsprogramm bescheren.
AutorKontaktdpa | PTA-Forum
Datum 02.07.2026  10:00 Uhr

Für die 25. Kalenderwoche vermeldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 2,9 Millionen neu aufgetretene akute Atemwegserkrankungen – ein Wert, der üblich für die aktuelle Jahreszeit ist. Experten-Antworten auf die sechs wichtigsten Fragen zur sogenannten Sommergrippe.

Ist die Sommergrippe die kleine Schwester der Grippe, die man aus dem Winter kennt?

Nein. »Die Sommergrippe ist tatsächlich gar keine Grippe«, sagt Professorin Eva Hummers, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM). Die echte Grippe nämlich wird alle Jahre wieder im Herbst durch Influenza-Viren ausgelöst, deren Saison im Frühjahr endet. »Grippe gibt es im Moment so gut wie gar nicht«, sagt Eva Hummers. Stattdessen handelt es sich in der warmen Jahreszeit um sogenannte grippale Infekte, die durch andere Viren ausgelöst werden.

Auch mit Blick auf die Symptome gibt es Unterschiede zwischen Grippe und grippalem Infekt, also einer Erkältung. »Die echte Grippe setzt super schnell und super heftig ein, von 0 auf 100 in zwei Stunden«, beschreibt Eva Hummers. Im Gegensatz dazu entwickeln sich Erkältungen etwas gemächlicher. Infektiologe Professor Andrew Ullmann sagt: »Es fängt langsam mit Halskratzen an, dann kommen Schnupfen und Husten dazu. Und selten etwas Fieber.«

Welche Viren lösen eine sogenannte Sommergrippe aus?

Typische Erkältungsviren lösen eine sogenannte Sommergrippe aus, häufig sind Rhinoviren die Übeltäter. Und die gibt es quasi überall – auch im Sommer. »Viren mögen es vor allem, wenn Menschen beieinander sind. Und sie fahren gerne Bus und Bahn«, sagt Eva Hummers.

Übertragen werden sie über Tröpfchen-, aber auch Schmierinfektionen. »Da reicht es schon, wenn jemand vorher in die Hand geniest und mich damit danach begrüßt hat«, sagt Andrew Ullmann von der Universitätsklinik Würzburg. Fasst man sich dann mit der Hand an die Schleimhäute, etwa in den Mund, kann das der Startpunkt für eine Erkältung sein.

Immerhin: Anders als in der nasskalten Zeit des Jahres halten wir uns im Sommer weniger in geschlossenen und womöglich schlecht gelüfteten Räumen auf, in denen feine Tröpfchen mit Erkältungsviren in der Luft hängen können. Das senkt das Infektionsrisiko in dieser Zeit des Jahres.

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